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Bisherige Aktionen gegen die geplante Südumgehung Herzogenaurach

Die Südumfahrung Herzogenaurach trifft auf immer mehr Widerstand in der Bevölkerung. In den letzten Jahren wurden etliche Aktionen vom Bund Naturschutz gegen die Südumfahrung initiiert. Exemplarisch finden Sie im Weiteren Impressionen der Etappenwanderungen entlang der geplanten Südumgehung. Durch die Vor-Ort-Termine konnte eindrücklich veranschaulicht werden, welche Auswirkungen dieses gigantische Bauvorhaben auf unsere Umwelt hat.

Die aktuell wichtigsten Aktionen sind die Unterschriftsammlung für das Bürgerbegehren "Stopp-Südumfahrung" und die Einwendungen im Planfeststellungsverfahren zur Südumfahrung.


Zoom-Infoabend zur Südumfahrung am 22.03.2021

Bei dieser Veranstaltung hat der Bund Naturschutz objektiv seinen Wissensstand zu den Auswirkungen der geplanten Südumfahrung auf die Natur und Umwelt und seinen Standpunkt zu diesem Projekt der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Polemik und Polarisierung blieben außen vor. In eindrucksvoller Weise wurden die Auswirkungen der geplanten Südumfahrung auf die Natur, das Landschaftsbild, die schützenswerten Tierarten, auf die Wassersituation in Herzogenaurach und die Auswirkungen auf die Klimasituation in Bezug auf Verkehr und CO2 dargestellt. Dies sind Aspekte, die in der aktuellen Diskussion viel zu kurz kommen. Es geht nicht darum, dass wir diese Aspekte höher bewerten als die Lebensqualität unserer Mitbürger in Niederndorf, sondern vielmehr führt die geplante Südumfahrung zu irreversiblen Eingriffen in die Natur. Zur Verbesserung der Situation in Niederndorf gibt es andere Lösungen, dafür müssen wir unsere Umwelt nicht opfern. 


Etappenwanderungen entlang der geplanten Südumfahrung Herzogenaurach

Um den Betroffenen und Interessierten eine Möglichkeit zu bieten sich ein Bild von der geplanten Südumfahrung zu machen, hat die Ortsgruppe Herzogenaurach für 5 Teilbereiche eine Route zur Besichtigung vor Ort ausgearbeitet. Per pedes konnte jeder Teilnehmer sich ein Bild von den Eingriffen auf die Natur und Umwelt machen.

Sie können die Etappen jetzt selber noch einmal aus der Vogelperspektive anschauen. Durch die Videos bekommen Sie einen Eindruck davon, wie die Natur derzeit aussieht, und wie diese intakte Natur durch die geplante Südumfahrung zerstört sein würde, sollte es zu einer Umsetzung des Projekts kommen. Schauen Sie selbst


5. Etappe - Niederndorf/Neuses am 26. November 2017

Rund 60 Teilnehmer folgten dem Aufruf zur 5. Begehung, um sich ein Bild vom letzten Teilstück der geplanten Südumfahrung zu machen. Klar gestellt wurde, dass die neue Strasse nicht das Verkehrsproblem lösen wird. Es wird mit Staus an anderen Stellen gerechnet und die erhoffte Entlastung für die Niederndorfer Anwohner steht aufgrund der 2km längeren Südumfahrung und eines nur fraglich durchsetztbaren Tempo 30 in Niederndorf noch in den Sternen. Anstatt einzelne Symptome durch den Bau einer größeren Strasse zu beheben, sollte man in der heutigen Zeit über gesamtheitliche innovative Verkehrskonzepte nachdenken, bei dem auch die alte Bahntrasse durchaus ihre Daseinsberechtigung haben könnte. Im Namen der betroffenen Landwirte meldete sich noch Hr. Winkelmann zu Wort, und stellte neben dem Flächenfrass die negativen Auswirkungen für die ortsansässigen Landwirte dar. Alle Teilnehmer werden weiter daran arbeiten in der Sache gehört und einbezogen zu werden, um das Optimum für Umwelt, Mensch und Tier zu erreichen.


4. Etappe - südlich von Niederndorf am 8. Oktober 2017

Immer mehr Mitstreiter werden überzeugt, dass die geplante Trasse ein Wahnsinn ist. Die Eingriffe in die Natur sind von unglaublicher Tragweite für die Natur und die darin lebenden Tiere....und auch für uns Menschen. Wir zerstören unsere eigene Umwelt und meinen damit der Menschheit einen Dienst erwiesen zu haben. Man sollte hier viel inovativer und weitsichtiger planen und das Heil nicht in einer weiteren Straße sehen. Visionen sehen anders aus.

 



2. Etappe Litzelbachtal am 19. März 2017 - BN Ortsgruppe beeindruckt mit Visualisierung

Die 2. Besichtigungs-Etappe zur geplanten Südumfahrungs-Trasse war wieder ein voller Erfolg. Mehr als 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger sind trotz des feucht-trüben und stürmischen Wetters der Einladung der Ortsgruppe Herzogenaurach ins Litzelbachtal zwischen Hauptendorf und Burgstall gefolgt.

In drei Gruppen wurde die Etappe am Ende von Hauptendorf abgelaufen. Die Einschnitte in die Natur waren mit Hilfe von rot-weißen Trassierbändern abgesteckt, so dass jeder Teilnehmende eindrucksvoll sehen konnte, wie gravierend beispielsweise 60 m breite Trasseneinschnitte und eine 140 m lange und 10 m hohe Brücke im Litzelbachtal die Landschaft verändern werden. Christian von Reitzenstein rief den Besuchern einen 10 Jahre zurückliegenden Fall im Zusammenhang mit einem Bauantrag in Hauptendorf in Erinnerung. Damals wurde der Bau eines Wohnhauses in der Erlenstaße in Hauptendorf abgelehnt, weil ein solches Bauvorhaben den Naturcharakter in diesem Bereich zerstören und das Naherholungsgebiet über ein erträgliches Maß hinaus beeinträchtigen würde. Wie ist in diesem Zusammenhang die Trasse der Südumfahrung zu beurteilen? Dabei geht es nicht nur um den "Charakter" der Natur, sondern um die Natur selbst, die dann für immer zerstört sein wird.

Alle Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass die massiven Auswirkungen der Südumfahrung erst durch einen Vor-Ort-Termin so richtig deutlich werden, und dass es sich lohnt, für den Erhalt unserer schönen Landschaft zu kämpfen.


1. Etappe - Galgenhof am 5. Februar 2017 - Erstaunen und Entsetzen über Flächenverbrauch

Das Angebot der Ortsgruppe Herzogenaurach zur Begehung eines Teilabschnitts der geplanten Südumfahrung im Abschnitt Galgenhof wurde von mehr als 100 Interessierten genutzt, um sich ein Bild über die geplanten Baumaßnahmen und Auswirkungen auf unsere schützenswerte Natur und Umwelt direkt vor Ort zu machen.

In 3 Gruppen konnte auf alle Einzelheiten der geplanten Südumfahrung eingegangen werden. Dabei wurde zunächst aufgezeigt was auf dem Spiel steht - bestehende Landschaftsschutzgebiete, Biotope i.S. des bayerischen Naturschutzgesetz sowie geschützte Tiere wie z.B. verschiedene Vogel-, Fledermaus und Libellenarten. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, welche Baumaßnahmen und Eingriffe für die Südumfahrung geplant sind. Erst mit dieser plastischen Darstellung und ausführlichen Information wurde vielen Teilnehmern klar, welches Ausmaß diese geplanten Erd- und Brückenarbeiten auf unser direktes Umfeld haben. Die Natur wird entlang der Südumfahrung für immer zerstört werden, wenn an der derzeitigen Planung festgehalten wird und nicht der Versuch unternommen wird mit kleineren Maßnahmen die gewünschte Entlastung für Niederndorf zu erreichen.


Protest bei der Bürgerversammlung am 5. Dezember 2017

Der Bund Naturschutz und die Bürgerinitiative HerzoSüdBewahren stellen zusammen zwei Anträge bei der Bürgerversammlung in Herzogenaurach. Sie fordern eine ausführliche Begründung für die Ablehnung der weiteren Südumfahrungs-Alternativen für die Öffentlichkeit und eine langfristige Verkehrs-Inftrastrukturplanung für Herzogenaurach ein.
Flankiert wurde dies durch drei weitere Bürgeranträge von den Herren Bogen, Erhardt und Ferber, die alle auf alternative Verkehrskonzepte und die Transparenz des Gesamtvorhabens der Südumfahrung abzielen. All dies zeigt das Interesse der Bürger der Stadt Herzogenaurach und die Brisanz, die in diesem Vorhaben steckt.

Mehr dazu


Demo gegen die geplante Südumfahrung Niederndorf/Neuses - 18. Juni 2016

Herzo-TV berichtete über die Demonstration

Schauen Sie vorbei bei Herzo-TV, 2. Ausgabe Juli 2016 
 

Bilden Sie sich Ihre Meinung, ob Sie das auch wirklich so in Ihrer unmittelbaren Umgebung haben wollen!

Hier einige unserer Standpunkte:

Alternativen wurden nicht berücksichtigt
Die Stadt hat 5 Varianten einer Alternative geprüft, aber tatsächliche Alternativen nicht  bewertet.
Naturschutz
Viele gefährdete Tierarten der RL betroffen
Lebensraum geschützter Tiere wird durchtrennt
Erhebliche Störung streng geschützter Arten
Amphibienwanderungen werden behindert
Landwirtschaft
Landwirtschaftswege werden zerschnitten
Ackerbau wird für Landwirte unwirtschaftlicher
Hoher Flächenverbrauch
Höfe sind nicht mehr rentabel
Umwelt des Menschen
Naherholung wird eingeschränkt
Lärmbelästigung der Bevölkerung
Frischluftschneise im Talraum unterbrochen
Industrieausbau entlang der Trasse wahrscheinlich
Einkesselung von Herzogenaurach
Verkehr
Stadt-Umlandbahn (StUB) unberücksichtigt
Tatsächliche Verkehrsströme nicht bekannt
Entlastung Niederndorf nur zur Stoßzeit
Ausbau des StUB- und Bus-Systems mit P&R fehlt
Ist der Verkehrszuwachs von 20% eine Tatsache?

Als Redner informierten Sie:

Gerhard Häfner, Dr. Horst Eisenack, Ortsvorsitzende BN Herzogenaurach
Helmut König, Kreisvorsitzender BN Höchstadt-Herzogenaurach
Tom Konopka , BN Regionalreferent Mittelfranken