Bund Naturschutz gegen die geplante Südumgehung Herzogenaurach/Niederndorf


4. Begehung der Südumfahrung

Gemeinsam mit der Bürgerinitiative Herzo-Süd-Bewahren wollen wir die Südumfahrung von Niederndorf-Neuses verhindern. Dazu lädt die BI alle Unterstützer und alle Leute ein, die den Wunsch zur tiefergreifenden Information über ihre unmittelbare Umwelt haben, zur Teilnahme an der vierten und vorletzten Teilabschnittswanderung.

Je mehr Leute sich dagegen einsetzen, desto mehr Gehör finden wir bei denen, die unsere Wählerstimmen wollen. Nutzen Sie Ihre Macht, die Sie als „einfacher“ Bürger haben. Es lohnt sich!

Statements, Hinweise und detaillierte Auskunft während der herbstlichen Wanderung entlang des Trassenabschnitts erhalten sie von

Christian von Reizenstein (BI),
Prof. Dr. Norbert Graß (BI),
Prof. Dr. Werner Nezadal,
Helmut König (KG),
Gerhard Häfner und Dr. Horst Eisenack (OG). Und als Gastredner erwarten wir
Richard Mergner, Landesbauftragter des BN in Bayern.

Bitte beachten Sie die Anweisungen des Begleitpersonals auf dem kurzen Weg der Vacher Straße zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Weiter Informationen siehe
www.hoechstadt-herzogenaurach.bn.de/Etappe_4

 

 

4ter Spaziergang Südumgehung

So haben sie es sich nicht vorgestellt - BN Ortsgruppe beeindruckt mit Visualisierung

Die 2. Besichtigungs-Etappe zur geplanten Südumgehungs-Trasse am 19.3.2017 war wieder ein voller Erfolg. Mehr als 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger sind trotz des feucht-trüben und stürmischen Wetters der Einladung der Ortsgruppe Herzogenaurach ins Litzelbachtal zwischen Hauptendorf und Burgstall gefolgt.

In drei Gruppen wurde die Etappe am Ende von Hauptendorf abgelaufen. Die Einschnitte in die Natur waren mit Hilfe von rot-weißen Trassierbändern abgesteckt, so dass jeder Teilnehmende eindrucksvoll sehen konnte, wie gravierend beispielsweise 60 m breite Trasseneinschnitte und eine 140 m lange und 10 m hohe Brücke im Litzelbachtal die Landschaft verändern werden. Christian von Reitzenstein rief den Besuchern einen 10 Jahre zurückliegenden Fall im Zusammenhang mit einem Bauantrag in Hauptendorf in Erinnerung. Damals wurde der Bau eines Wohnhauses in der Erlenstaße in Hauptendorf abgelehnt, weil ein solches Bauvorhaben den Naturcharakter in diesem Bereich zerstören und das Naherholungsgebiet über ein erträgliches Maß hinaus beeinträchtigen würde. Wie ist in diesem Zusammenhang die Trasse der Südumgehung zu beurteilen? Dabei geht es nicht nur um den "Charakter" der Natur, sondern um die Natur selbst, die dann für immer zerstört sein wird.

Alle Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass die massiven Auswirkungen der Südumgehung erst durch einen Vor-Ort-Termin so richtig deutlich werden, und dass es sich lohnt, für den Erhalt unserer schönen Landschaft zu kämpfen.


Zweite Erkundungswanderung zur geplanten Südumgehungs-Trasse im Litzelbachbereich

Geplante Südumgehung am Litzelbach

Diesmal möchten wir alle Interessierten zu einer Erkundungswanderung zur geplanten Südumgehung im Litzelbachbereich einladen. Wir möchten Ihnen auch hier zeigen wo die Strecke verlaufen soll, welche Baumaßnahmen geplant sind und welche Konsequenzen es für die Natur hat.

Wir treffen uns am Sonntag, den 19. März, um 14 Uhr, rechts am Ende der Erlenstraße im Ortsteil
Hauptendorf in Richtung Burgstall. Die Veranstaltung dauert ca. 1,5 Stunden. Feste Schuhe auf den Feldwegen sind sinnvoll.

Hier finden Sie detailliertere Informationen zur Besichtigung der geplanten Südumgehung im Litzelbach


Erstaunen und Entsetzen über Flächenverbrauch der geplanten Südumgehung

Kreisvorstand und Vorstände der Ortsgruppe Herzogenaurach vor Ort
Stop Südumgehung Herzogenaurach
Über 100 Interessierte bei der Erkundungswanderung
Geplante Trasse am Hauptendorfer Waldrand

Am 5. Februar 2017 hatte die Ortsgruppe Herzogenaurach zur Begehung eines Teilabschnitts der geplanten Südumgehung im Abschnitt Galgenhof eingeladen.

Das Angebot wurde von mehr als 100 Interessierten genutzt, um sich ein Bild über die geplanten Baumaßnahmen und Auswirkungen auf unsere schützenswerte Natur und Umwelt direkt vor Ort zu machen.

In 3 Gruppen konnte auf alle Einzelheiten der geplanten Südumgehung eingegangen werden. Dabei wurde zunächst aufgezeigt was auf dem Spiel steht - bestehende Landschaftsschutzgebiete, Biotope i.S. des bayerischen Naturschutzgesetz sowie geschützte Tiere wie z.B. verschiedene Vogel-, Fledermaus und Libellenarten. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, welche Baumaßnahmen und Eingriffe für die Südumgehung geplant sind. Erst mit dieser plastischen Darstellung und ausführlichen Information wurde vielen Teilnehmern klar, welches Ausmaß diese geplanten Erd- und Brückenarbeiten auf unser direktes Umfeld haben. Die Natur wird entlang der Südumfahrung für immer zerstört werden, wenn an der derzeitigen Planung festgehalten wird und nicht der Versuch unternommen wird mit kleineren Maßnahmen die gewünschte Entlastung für Niederndorf zu erreichen.

Aufgrund der positiven Ressonanz plant die Ortsgruppe weitere Erkundungswanderungen entlang der Südumgehung. Die nächste Teiletappe am Sonntag 19. März führt über das Litzelbachtal. 


Erkundungswanderung zur geplanten Südumgehung

Wir laden alle Interessierten zur Begehung eines Teilabschnitts der geplanten Südumgehung ein. Wir zeigen Ihnen vor Ort, welche Baumaßnahmen geplant sind und welche Auswirkungen dies auf unsere schützenswerte Natur und Umwelt hat.

Wir starten mit unserer Wanderung am Sonntag, 05. Februar 2017 um 14 Uhr. Treffpunkt ist am Aurachtal-Radweg beim Schaeffler Osttor.

In 2 bis 3 Stunden wollen wir Ihnen unsere Sichtweise auf den Abschnitt Galgenhof darlegen.

Unsere Wanderung verläuft entlang der Galgenhofer Straße bis zum Wasserwerk-Gebäude Hauptendorf, dann auf die südliche Anhöhe, runter zur Erlenstraße und zum Ausgangspunkt zurück.

Festes Schuhwerk für die Begehung entlang der Feldwege ist sinnvoll.


Problemzonen der geplanten Südumgehung im Überblick


VIELE ARGUMENTE GEGEN DIE GEPLANTE SÜDUMGEHUNG NIEDERNDORF / NEUSES

Gegen die geplante Südumfahrung Niederndorf/Neuses gibt es gewichtige Argumente. Mit dem vorliegenden Flyer wollen wir Ihnen unsere Meinung dazu darlegen.

ALTERNATIVEN WURDEN NICHT BERÜCKSICHTIGT
Die Stadt hat 5 Varianten einer Alternative geprüft, aber tatsächliche Alternativen nicht bewertet. Beispiele:

  • Neugestaltung der Vacher Kreuzung in Niederndorf auf einer größeren Fläche mittels Aufkauf von Häusern an der Kreuzung (preisgünstige Lösung, ein Haus ist schon nicht mehr bewirtschaftet).
  • Alternativ eine kleine Süd-Ost-Umgehung von der Vacher-Brücke zur Niederndorfer Straße.
  • Nur eine Ostspange bei Neuses, die den Verkehr auf die Nordumgehung lenkt. Durch den vermiedenen Linksabbieger-Verkehr an der Vacher-Kreuzung wird der Stau in Niederndorf stark reduziert.
  • Tunnellösung durch Niederndorf oder offene Tunnelbauweise unter den Schwester-Ennoldia-Weg als Nord-Süd-Verbindung.
  • Eine weitere Nord-Süd-Alternative wäre in der notwendigen Verbindung der StUB zu sehen. Dort könnten beide Verkehrssysteme wirksamer integriert werden.

Die einfachen Alternativen können zunächst realisiert und auf ihre Wirksamkeit geprüft werden, bevor man kostenträchtige weitere Maßnahmen ergreift.

NATURSCHUTZ
Auszug Rote Liste gefährdeter Tierarten entlang der Trasse
Laubfrosch, Kammmolch, Fledermausarten, Zauneidechse, Grüne Keiljungfer, Grauspecht, Grünspecht, Mittelspecht, Schwarzspecht, Pirol, Eisvogel, Kiebitz, Braunkehlchen, Feldlerche, Schafstelze, Wachtel, Goldammer, Neuntöter, Teichhuhn, Turmfalke, Waldohreule, u.a.

Lebensraum geschützter Tiere wird durchtrennt
Zum Beispiel südlich vom Galgenhof durch einen 18 m tiefen Bergeinschnitt, ebenso beim Litzelbachtal, am Pfersbachgraben, südlich des Fasanengartens im Talgrund, das Waldgebiet südlich von Neuses, und die Aurach-Talaue.

Gesetzlich geschützte Biotope nach § 30 BNatSchG
Entlang der Trasse werden Biotope tangiert, deren Zerstörung oder erhebliche Beeinträchtigung verboten ist.

Erhebliche Störung streng geschützter Arten
Konflikte mit Mittel- und Grauspecht sowie Zauneidechse können einen Verbotstatbestand der Trasse bewirken (nach § 44 BNatSchG).

Amphibienwanderungen werden behindert,
die auch durch Amphibiendurchlässe nicht voll-ständig beseitigt werden können. Neben Fröschen, Kröten und Molchen ist besonders der streng geschützte Kammmolch bei der Vacher Straße zu erwähnen.

LANDWIRTSCHAFT
Landwirtschaftswege werden zerschnitten
Südlich gelegene Äcker sind nur durch Umwege zu erreichen, da Feldwege unterbrochen werden.

Hoher Flächenverbrauch
Die 22,3 Hektar Trassen-Fläche entspricht ca. 31 Fußballfelder der Bundesliga oder 740 Reihenhäuser mit 300 Quadratmetern Grundstück.

Ackerbau wird für Landwirte unwirtschaftlich
Entlang der Trasse werden viele Äcker zerschnitten. Der Ackerbau auf den Teilflächen ist nicht mehr wirtschaftlich, wenn Äcker zu klein oder nicht mehr in einem Arbeitsgang bewirtschaftbar sind.

Höfe sind nicht mehr rentabel
Bereits ein geringer Ackerverlust kann zur Hofaufgabe führen.

UMWELT DES MENSCHEN
Naherholung wird eingeschränkt
Mit 6 Dämmen bis zu 8 Metern Höhe und 3 bis zu 18 Metern tiefen Einschnitten und wenigen Durchlässen wird die Naherholung massiv eingeschränkt. Die Trasse ist eine Barriere.

Lärmbelästigung der Bevölkerung
Die 140 m lange Talbrücke über den Litzelbach, der Damm auf der Anhöhe südwestlich von Hauptendorf, als auch die Anbindung der Niederndorfer Hauptstraße mit einem weiteren Damm im Talgrund bringen zusätzlichen Lärm für die Anwohner.

Frischluftschneise im Talraum eingeschränkt
Der Aurachtalraum bei Neuses wird durch die 120 Meter lange Talbrücke mit beiderseitigen Dämmen und dem Damm zur Anbindung der Niederndorfer Hauptstraße stark eingeschränkt.

Industrieausbau entlang der Trasse
Eine Industrie-Bebauung längs der Trasse ist in Zukunft sehr wahrscheinlich. Damit wird noch mehr Verkehr in die Stadt geleitet. Sollen wirklich die letzten freien Flächen im Süden geopfert werden, obwohl eine attraktive Nordumgehung existiert?

Einkesselung von Herzogenaurach
Mit der Nord- und einer Südumgehung ist Herzogenaurach rundum mit großen Straßen umgeben. Möchten wir uns auf eine Großstadt zu bewegen, oder wollen wir lieber Natur und Umwelt bewahren? Soll das so weiter gehen?

VERKEHR
Stadt-Umlandbahn (StUB) unberücksichtigt
Wie viele Einpendler werden dadurch weniger? Bisher ist das nicht ausreichend berücksichtigt.

Tatsächliche Verkehrsströme sind nicht bekannt
Bisher ist nur die Anzahl der Fahrzeuge an den Straßen und Kreuzungen ermittelt. Nicht aber wer wohin möchte. Damit ist nicht geklärt, wie ein zukünftiger Verkehrsstrom aussehen wird.

Entlastung Niederndorf nur zur Stoßzeit
Außerhalb der Stoßzeiten wird die um 2 Kilometer kürzere Strecke durch Niederndorf auch bei verkehrsberuhigenden Maßnahmen trotzdem befahren.

Ausbau des StUB- und Bus-Systems mit P&R
Ausbau der Parkplätze und Mitarbeiter-Parkhäuser an den Ausfallstraßen und der Autobahn für den Umstieg auf StUB, Bus, Fahrrad und PKW-Mitfahrgelegenheit fehlen.

Ist der Verkehrszuwachs von 20% eine Tatsache?
Die Auswirkungen auf die Verkehrsströme unter Berücksichtigung der obigen Punkte könnten die Notwendigkeit der Südumgehung in Frage stellen. Außerdem müssten die prognostizierten Planungszahlen bereits wieder aktualisiert werden.


Demo gegen Südumgehung Niederndorf/Neuses - 18. Juni 2016 - 14:00 Uhr

Bilden Sie sich Ihre Meinung, ob Sie das auch wirklich so in Ihrer unmittelbaren Umgebung haben wollen!

Hier einige unserer Standpunkte:

Alternativen wurden nicht berücksichtigt
Die Stadt hat 5 Varianten einer Alternative geprüft, aber tatsächliche Alternativen nicht  bewertet.
Naturschutz
Viele gefährdete Tierarten der RL betroffen
Lebensraum geschützter Tiere wird durchtrennt
Erhebliche Störung streng geschützter Arten
Amphibienwanderungen werden behindert
Landwirtschaft
Landwirtschaftswege werden zerschnitten
Ackerbau wird für Landwirte unwirtschaftlicher
Hoher Flächenverbrauch
Höfe sind nicht mehr rentabel
Umwelt des Menschen
Naherholung wird eingeschränkt
Lärmbelästigung der Bevölkerung
Frischluftschneise im Talraum unterbrochen
Industrieausbau entlang der Trasse wahrscheinlich
Einkesselung von Herzogenaurach
Verkehr
Stadt-Umlandbahn (StUB) unberücksichtigt
Tatsächliche Verkehrsströme nicht bekannt
Entlastung Niederndorf nur zur Stoßzeit
Ausbau des StUB- und Bus-Systems mit P&R fehlt
Ist der Verkehrszuwachs von 20% eine Tatsache?

Als Redner informieren Sie:

Gerhard Häfner, Dr. Horst Eisenack, Ortsvorsitzende BN Herzogenaurach
Helmut König, Kreisvorsitzender BN Höchstadt-Herzogenaurach
Tom Konopka , BN Regionalreferent Mittelfranken