2020


Schulkinder basteln Nistkästen

In der letzten regulären Schulwoche wurden von der Bund Naturschutz Ortsgruppe Adelsdorf gesponserte Nistkästen aus Bausätzen der Barmherzigen Brüder in der Grundschule Adelsdorf mit einer 1. Klasse zusammengebaut.

Unter Mithilfe der Lehrerin Eva Schlegel, dem Biologen Manfred Ludwig, und einigen interessierten Eltern und Großeltern wurden an einem Vormittag in Gruppen mit jeweils drei Kindern die hölzernen Teile eifrig zusammengesetzt und verschraubt. Tage vorher wurde bereits mit den Schülern über die Wichtigkeit von Nisthilfen gesprochen. „Unsere modernen Siedlungsstrukturen weisen immer weniger natürliche Nistplätze auf“, betont Ludwig.

Das Interesse der Kinder, den Vögeln zu helfen war riesig und so war diese Aktion eine lehrreiche und unterhaltsame Bereicherung des Unterrichts. Dann aber schlug das Corona-Virus voll zu, die Schüler durften ihre Kästen nicht mehr selbst aufhängen, obwohl die Kundschaft schon sehnlichst darauf wartete. Ludwig, der auch 2. Vorsitzender der BN-Ortsgruppe ist, übernahm gemeinsam mit Frau und Tochter die Montage von sieben der zehn Vogelhäuser im Umfeld der Schule. Die Restlichen sollen durch die Kinder später im Schulhof aufgehängt werden.

Die kreativ von den Kindern gestalteten Vogelhäuser wurden teilweise unmittelbar nach der Montage in den Bäumen sehnlichst angenommen, wie ein Bild zeigt.

2019


Vortrag Stromnetze für die Elektromobilität – Ein realistischer Ansatz?

Am 03.12.2019 fand im SC Adelsdorf der zweite Vortrag zur Veranstaltungsreihe „Neue Technologien kennenlernen" der Ortsgruppe des Bund Naturschutzes (BN) statt. Nachdem sich zuletzt das Thema um die Wasserstofftechnologie drehte, stand diesmal die Elektromobilität im Mittelpunkt. Mit ca. 60 Besuchern fand die Veranstaltung regen Zuspruch.

Als Referent konnte Professor Norbert Graß von der Technischen Hochschule Nürnberg, der das Institut für Leistungselektronische Systeme leitet, gewonnen werden. Er gilt als anerkannter Experte auf dem Gebiet der Elektromobilität, da er einerseits die theoretischen Gegebenheiten erforscht und andererseits selbst seit einigen Jahren praktizierender Elektroautofahrer ist.

Ziel der Veranstaltung war es, den Teilnehmern einen Einblick in das Themenfeld zu ermöglichen und einige gängige Vorurteile zu widerlegen. So konnte der Referent wesentliche Bedenken zum Akku der Fahrzeuge entkräften, indem er klar herausstellte, dass diese bei entsprechender Nutzung an die 900.000 km halten können. Mithilfe einfacher Rechnungen konnte der Wissenschaftler nachvollziehbar erläutern, dass das Elektroauto derzeit von keiner anderen Antriebstechnologie hinsichtlich des Energieverbrauchs und der CO2-Bilanz übertroffen wird. So liegt der Wirkungsgrad mit ca. 90 Prozent beim Elektroauto deutlich über dem des wasserstoff-betriebenen PKWs, der lediglich 24 Prozent aufweist. Somit wäre für den Betrieb dieses Antriebs die vierfache Menge an Strom im Vergleich zum Elektroauto notwendig.

Weiterhin erklärte der Experte, dass eine Umstellung aller Pkws in Deutschland auf elektrische Antriebe durchaus denkbar wäre. Allerdings müsse die zusätzliche Belastung der Stromleitungen durch ein zentrales System, das durch intelligente Apps Informationen über die Fahrzeugnutzung erhält und ein sich daraus ergebendes Lademanagement gesteuert werden. Insgesamt erreicht man durch diese Kombination, dass das Potential der schwankenden erneuerbaren Energien optimal genutzt wird, denn auch die Fahrzeuge müssen nicht alle zur selben Zeit geladen werden. Ein derartiges System wird an der TH entwickelt und zum Teil bereits eingesetzt. „Diese komplett regenerative Technik zum Laden der Autos wäre somit machbar, es muss nur auch noch gemacht werden", betonte Graß.

In der anschließenden Diskussion war dann die umweltbelastende Gewinnung der notwendigen Metalle wie Lithium und Kobalt für die Batterien ein breites Thema. „Hier ist nicht die benötigte Menge das Problem, sondern die Abbaumethode und das menschenunwürdige Verhalten bei den Abbauprozessen, das die Industrienationen beeinflussen können", ist sich der BN-Vorsitzende Helmut König sicher, „auch ist die Grundlagenforschung zur Batterietechnik stark gestiegen. Nach umweltfreundlicheren Materialien wird geforscht." Ob man den Vorsprung der asiatischen und amerikanischen Entwicklungen noch einzuholen kann, wurde jedoch als eine sehr große Herausforderung gesehen.

Für das Erreichen von Klimazielen ist neben dem vor allem für Ballungsräume notwendigen massiven Ausbaus der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur auch eine vollständige Umstellung des dann noch verbleibenden Individualverkehrs auf CO2 freie Technik notwendig.


Vortrag "Flüssige organische Wasserstoffträger"

Der Auftakt der Vortragsreihe „Neue Technologien kennenlernen“ am 26.11.2019 war im SC Adelsdorf ein voller Erfolg für die Ortsgruppe des Bund Naturschutz. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.

Die Wasserstoff-Technologie, die bereits Jules Verne 1874 in seinem Buch „Die geheimnisvolle Insel“ 1874 als die Ablösung der Kohle beschrieb, wie Helmut König in seinem Eingangsstatement erwähnte, ist nun bereits seit 150 Jahren bekannt. Nun fordert es die Politik lautstark.

Gleich zu Beginn wies der Referent vom Helmholz Institut Erlangen-Nürnberg, Dr. Patrick Preuster auf die Dringlichkeit eines Umdenkens hin. Um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen dürfen maximal 420 Gigatonnen CO2 in der Atmosphäre sein. Mit den heutigen Emissionen ist das bereits in 10 Jahren erreicht.

Flüssige organische Wasserstoffträger (LOHC) bieten nun die Möglichkeit mit dem Wasserstoff gefahrlos umzugehen. Es kann die bestehende Benzin-Infrastruktur genutzt werden. Die Trägerflüssigkeit kann immer wieder mit Wasserstoff neu geladen, und im Verbraucher dann entladen werden. Die Flüssigkeit ist nicht giftig und die Handhabung gegenüber bisherigen Treibstoffen unproblematisch. Mit den aktuellen Forschungen an einer direkten LOHC-Brennstoffzelle ist man zuversichtlich, den Wirkungsgrad nahe an die heutigen Verbrenner zu bekommen. Das Ergebnis ist dann aber eine CO2-freie Verbrennung.

In der anschließenden, für die komplexe Materie intensiven und tiefgreifenden Diskussion wurde aber auch deutlich, dass der Einsatz noch einige Jahre an Entwicklungszeit in Anspruch nehmen wird. Wasserstoff wird wohl für schwere PKWs, für LKWs und für Züge relevant sein.

„Wir müssen auch unsere Mobilitätsstruktur ändern“, so zum Abschluss der Kreisvorsitzende König, „indem wir für unseren lokalen Gebrauch ein E-Auto nutzen, für größere Reisen ein wasserstoff-betriebenes Fahrzeug leihen.“ 

Nicht vergessen wurde auch der Hinweis auf den nächsten Vortrag zur Elektromobilität am kommenden Dienstag 19:30 Uhr im SC Adelsdorf.

Dem Referenten wurde die 60-seitige BUND-Position „Konzept einer zukunftsfähigen Energieversorgung“ überreicht. Um den trockenen Stoff auch zu bewältigen, gab es noch guten Frankenwein dazu.


Nistkästenreinigung im Spätherbst

Am Samstag, 23.11.2019 reinigten Gabriele, Uwe, Manfred und Helmut die im Frühjahr angebrachten Nistkästen im Bereich östliche Mecklenburger Straße (siehe weiter unten: Nistkästen "gegen" Hornissen).Die Kästen wurden im Frühjahr 2019 angebracht, um in erster Linie Hornissen zu kanalisieren. Die Aktion fand auf Bitte von Anwohnern und unseres Bürgermeisters statt.

Den Sommer über hatten wir den Eindruck, dass die Kästen nicht angenommen wurden. Bei der Reinigungsaktion waren wir aber überrascht, dass bis auf einen Kasten alle von Meisen, und zwei sogar von Hornissen besetzt waren.
Zuletzt wurde der Meisenkasten in der Nähe des Kindergartens Regenbogen noch versetzt.

Leider findet man auch im Bereich der Kästenstandorte auf der großen Grünfläche nahe der Mecklenburger Straße auch unerwünschte Hundefäkalien.
 
In diesem Bereich werden des Öfteren Hunde ohne Hundebesitzer frei laufend angetroffen. 


Klimaschutzwürfel in Adelsdorf

Am 15.08.2019 haben wir gerne unsere Gemeinde unterstützt beim Aufbau des Klimaschutzwürfels. Der Würfel mit einer Seitenlänge von 2,5 Metern stellt die CO2-Menge dar, die ein deutscher Durchschnittsbürger täglich fabriziert. Damit sind wir weltweit an vorderster Stelle. Die Idee dafür hatte der Verein Energiewende ER(H)langen e.V., der Konstrukteur und Verleiher ist.

Aktive der Ortsgruppe haben gemeinsam mit dem Vertreter des Energiewendevereins Rudi Ackermann, Bauhofmitarbeitern und unserem Bürgermeister Karsten Fischkal den Würfel aufgebaut. Nach zwei Stunden war er sturmsicher werbewirksam auf dem Marktplatz mitten in Adelsdorf montiert.

"Die Gemeinde hat sich gerne der Aktion 'Jeder Einzelne kann etwas tun' angeschlossen und den Klimaschutzwürfel nach Adelsdorf geholt", so der Bürgermeister. Und weiter: „Lassen Sie sich von den Bildern und Fakten auf dem Würfel zum Nach- und Umdenken anregen!“
Dem können wir nur zustimmen.

Der Wandel zu einer natur- und menschenverträglichen Klima- und Energiepolitik gelingt nur über die
Beteiligung der Menschen von unten. Die Politik richtet sich in erster Linie nach der Wählermeinung. Dass gehandelt werden muss erklären uns Wissenschaftler mittlerweile zuhauf und eindringlich.


BN Adelsdorf bedankt sich bei den Spendern

Kurz vor Ferienstart trafen sich Schüler der Grundschule Adelsdorf vor ihrem Garten im Schulhof. Gemeinsam mit der Lehrerin Eva Schlegel und Bund Naturschutz-Vertretern der Ortsgruppe Adelsdorf wurde dieser 2018 angelegt.

Mit dem Fototermin bedankte sich die BN Ortsgruppe bei EDEKA Degen, vertreten durch Birgit Degen, sowie vielen Adelsdorfern, die auf ihr Pfand verzichteten. Insgesamt wurde nach einer Aufstockung durch Degen 1111 EUR an die Ortsgruppe überwiesen. Mit einem Teil finanzierte der BN eine seit langem gewünschte große Weltkarte für die Grundschule.

Der engagierten Lehrerin Eva Schlegel bot Helmut König im Herbst wieder einen Garteneinsatz gemeinsam mit den Schülern an. Auch Nistkästen zu bauen wurde diskutiert um für besonders bedrohte Vogelarten ihren Lebensraum zu verbessern. Dafür werden vom BN geeignete Standorte gesucht, die entsprechend gestaltet werden können, und auf deren Flächen die Grundbesitzer wünschenswerte Eingriffe auf der Fläche unterstützen.


Biotop-Randwanderung nördlich von Adelsdorf

Am 14.07.2019 unternahmen Aktive der Ortsgruppe vom SC Adelsdorf eine Radwanderung in Richtung Norden, rund um Adelsdorf - auch in benachbarte, nördlich angrenzende Bereiche.

Über Aisch ging es zum Hummelsee. Von dort über den Egelsee nach Kieferndorf, dann nach Saltendorf bis zum Naturschutzgebiet Bösenbechhofen. Man streifte die Grethelmark, kam dann über den Steinersee zu den Hofseen und erreichte letztendlich die Endstation Laufer Keller.


Kinder informieren sich über Insekten

Das Anlegen einer kleinen Blühfläche und Aufstellen eines Insektenhotels am Kindergarten „Villa Regenbogen“ in Adelsdorf war ausschlaggebend für weitere Informationen über Insekten. Zugeschnitten auf Vorschulkinder informierte Manfred Ludwig an zwei Tagen Kinder der Tagesstätte „Villa Regenbogen“ und des neuen Waldkindergartens samt anwesendem Betreuungspersonal über diese Tiergruppe.

Ludwig erläuterte an einer Wespe den dreigliedrigen Bau der Insekten. Er weckte das Interesse, diesen Aufbau besonders auch  an der Feuerwanze und weiteren Arten zu erkennen. Letztere kommt nämlich in großer Zahl auf der Terasse und unter den Lindenbäumen des Kindergartens vor, deren Samen für diese Pflanzensauger hier die Hauptnahrungsquelle sind.

Besonderes Interesse zeigten die jungen Zuhörer an den inneren Organen der Insekten. In reger Diskussion konnten die Kinder viele weitere Insekten benennen. Auch die Abgrenzung zu den Spinnen mit acht Beinen und ihrer Zweigliederung wurde thematisiert.
Die unterschiedliche Nahrung und die Entwicklung zum erwachsenen Insekt vom Ei über verschiedene Larvenstadien wurde mit vielen Fragen gespickt aufgenommen.

In den Fokus rückte dabei wieder die Feuerwanze, die im Unterschied zu den meisten Insekten eine „unvollständige Verwandlung“ (Metamorphose) vollzieht, bei der sich die Larven kaum vom  fertigen Insekt  unterscheiden. Von „vollständiger Verwandlung“ spricht man, wenn z.B. nach einem Raupenstadium eine Verpuppung erfolgt.

Stellvertretend für besonders nützliche Insekten wurde der Marienkäfer angesprochen, der pro Tag an die 50 Blattläuse vertilgen kann.

Biologische Schädlingsbekämpfung kann mit Schlupfwespen auf dem Kartoffelacker oder in den Weinbergen erfolgen. Ameisen gelten in Wald und Feld als Resteverwerter und sind wichtige Glieder im ökologischen Kreislauf. Sie demonstrierten beispielhaft das komplexe Geschehen.

Zum Abschluß wurde dem Kindergarten ein Meisenkasten spendiert, der vom BN nachträglich noch aufgehängt wurde. Auch der Kindergarten bedankte sich mit einem kleinen Präsent beim Referenten.

Mit Beamer und Bildern wird informiert.
Die Ortsgruppe des BN spendet eine Nisthöhle samt weiterer Betreuung.
Der Wendehammer wurde zur Blühwiese gewandelt.
Ein sicherer Ort gegen Katzen - eine Robinie.

Ortsgruppe Adelsdorf unterstützt Blühwiesen

Der BN unterstützt engagierte Landwirte bei der Herstellung von Blühwiesen. Wie bereits in den letzten zwei Jahren wurden auch heuer wieder drei Acker- bzw. Grünflächen mit insgesamt ca. 2000 Quadratmetern eingesät. Zwei Flächen wurden dabei vom Nebenerwerbslandwirt Werner Feiler zur Verfügung gestellt. Eine weitere durch Mechthild Bötcher-Mauruschat, die seit Jahren eine Fläche der Gemeinde gepachtet hat. Den Samen stellte die BN Ortsgruppe Adelsdorf.

„Für uns war es wichtig, dass die Flächen mindestens 5 Jahre zur Verfügung stehen, denn sonst haben sie keine Wirkung“, betont Manfred Ludwig, der Biologe der Ortsgruppe. Nachdem in den letzten Jahren Samen aus dem Kulturlandschaftprogramm (Kulap) zum Einsatz kam, wurde heuer die Samenmischung „Blühende Landschaft“ verwendet.

„Wir haben noch für weitere 1000 Quadratmeter Blumensamen zur Verfügung, die wir gerne an einen Flächenbesitzer abgeben“, sagt der Ortsvorsitzende Helmut König. Voraussetzung ist, die Fläche liegt in der freien, offenen Landschaft Adelsdorfs. Interessenten melden sich unter bund.adelsdorf@bund.net oder unter 09195/993164.

Eine Vorzeigewiese bei Peppenhöchstädt

Durch Dr. Krautblatter sind wir auf eine Wiese aufmerksam gemacht worden, die ein Landwirt bei Peppenhöchstadt nahe eines Weihers angesät hat. Nach zwei Jahren kommt die Wiese erst so richtig zur Geltung. Eine wahre Pracht für viele Insekten.

Wir warten nun sehnlichst auf das nächste Jahr.


Hilfe für Kiebitze

Gemeinde Adelsdorf verlegt Hundefreilauf im Osten Adelsdorfs

Auf Anregung unserer Ortsgruppe wurde der Hundefreilauf im Osten Adelsdorf verlegt. Wegen des neuen Waldkindergartens in der Verlängerung der Ösdorfer Straße wurde Ende 2018 mit Gemeinderatsbeschluss der Weg, auf dem Hunde ohne Leine geführt werden dürfen verlegt und in Richtung des Grünsees neu ausgewiesen.

Schon in der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Anfang des Jahres wies der Vorsitzende der Ortsgruppe Helmut König darauf hin, dass dieser Weg mitten in ein potentielles Kiebitz-Brutgebiet führt. Unter Naturschützern war der Schutz dort schon immer ein Thema. Bestätigt wurde dies aber mit dem seit einem Jahr laufende Projekt "Hilfe für Kiebitze" von BN und Naturschutzbehörde. Es wurde nachgewiesen, dass der Osten Adelsdorfs immer wieder von Kiebitzen für ihre Balzflüge aufgesucht wurde, und es 2018 auch zu mindestens zwei Bruterfolgen kam. "Durch den Hundefreilauf werden alle wiesenbrütenden Vögel massiv am Brüten gestört, was uns dann bewog, beim Bürgermeister vorzusprechen" schildert König, "und wir bei ihm für diese Aktion ein offenes Ohr vorfanden."

Ein Alternativweg wurde gesucht und gefunden. In einer gemeinsamen Aktion haben Mitglieder des BN gemeinsam mit dem Adelsdorfer Bürgermeister Karsten Fischkal mehrere Zugänge zum „alten“ Gebiet mit Bodenmarkierungen und Hinweisschildern ausgestattet. "Wir bitten die Hundebesitzer während der Vogelbrutzeit ihre Hunde an die Leine zu nehmen. Dies gilt im vorliegenden Fall für alle Hundegrößen" bestätigt Fischkal. Damit verbessern sich nicht nur die Ansiedlungswahrscheinlichkeiten für die Kiebitze, sondern auch für andere Wiesenbrüter, wie die Feldlerche. Kiebitze sind in den letzten 20 Jahren um 88 Prozent zurückgegangen. Jede Unterstützung wird daher von den Naturschützern daher dankend angenommen.


Ortsgruppe auf dem Dorffest 2019

Die Ortsgruppe hat sich 2019 wieder auf dem Dorffest beteiligt. Neben der obligatorischen Information über Naturschutzthemen haben wir heuer die Versorgung der Gemeinde mit Weinen übernommen. Das Angebot mit excelenten Weiß- und Rotweinen aus biologischem Anbau war reichlich. Es war aber ein ausgesprochen heißes Wochenende. Daher setzte der Weinverkauf erst später am Abend ein, entsprechend war auch der Verkaufserfolg.

ABER: Dabeisein ist der Weg. Das Ziel haben wir nicht erreicht.


Vogelstimmenwanderung an der "Wilden Aisch" 2019

Wieder trafen sich wie im Vorjahr am Ortsende von Haid neun Teilnehmer zur Vogelstimmenwanderung 2019 mit dem Forstwissenschaftler und Vogelexperten Harald Schott.

Gleich zu Beginn konnte man den schmetternden und dominanten Gesang des Buchfinks erleben, ergänzt von 2-3malig wiederholten Phrasen der Singdrossel. Der Weg führte dieses Mal gleich in Richtung Aischwiesen zur „Wilden Aisch“, wo man besonders gut hören und beobachten konnte. Die Vogelvielfalt war dort überwältigend.

Ein Kuckuck rief von einer Freileitung, Garten- und Dorngrasmücke aus dem Ufer-Gebüsch, ein Teichrohrsänger gab seine Gesangskunst aus dem Schilfbereich zum Besten. Nilgänse überflogen mit Geschnatter den Aischgrund, der Feldschwirl sirrte grillengleich und eine Goldammer gab ihr Konzert. Auch waren kurze Phrasen der Wacholderdrossel zu hören.

Der seltene Wendehals war zu vernehmen und als Besonderheit überflog ein Schwarzstorch das Gebiet. Ein bunter Stieglitz (Distelfink) meldete sich durch sein schnelles Gezwitscher. Den rollenden, trillernden "dschiit"-Rufe des Grünfinks, dem typischen "tschilp-tschalp" des Zilpzalp, folgte der Gesangs des Girlitz, einem hohen, anhaltende Gequietschte eines ungeölten Kinderwagens ähnelnd.

Zu den Hinweisen auf die unterschiedlichen Vogelgesänge informierte Harald Schott in exzellenter Weise auch über die Lebensraumansprüche unserer gefiederten Wirbeltiere. So brüten Stare in ehemaligen Buntspecht-Baumhöhlen und imitieren sogar andere Vogelgesänge. Zahlreiche Enten konnten im Flug erkannt werden.

Insgesamt war dies wieder eine gelungen Exkursion. Eventuell planen wir zusätzlich eine kurzfristig anberaumte herbstliche Vogelstimmenwanderung. Der besondere Dank ergeht an Harald Schott sowie auch an die beteiligten Teilnehmer mit ihren kompetenten Beiträgen.


Nistkästen "gegen" Hornissen

Die Überschrift sollte nicht dazu verleiten zu glauben, dass der BN nun gegen Hornissen ist. Im Gegenteil: Aufgrund massiver Besiedlung eines Neubaus in der Nähe eines Spielplatzes durch Hornissen haben wir mit Fachleuten und mit der Gemeinde beschlossen, diverse Nistkästen in diesem Bereich aufzuhängen. Ziel ist, die Hornissen zu überzeugen, in ihr neues Heim umzusiedlen. Nicht so einfach. Ob es klappt, stellen wir erst in einigen Monaten fest.

Der BN hat sich bereit erklärt die Kosten zu übernehmen.


Besuch in den Werkstätten der "Barmherzigen Brüder"

Am 27.02.2019 erhielten wir durch unser BN-Ortsgruppenmitglied Uwe die Möglichkeit einer Werkstattführung bei den Barmherzigen Brüdern in Gremsdorf. Es war sehr interessant, einen Einblick in die Halle der Holzverarbeitung gewinnen zu können, in der z. B. Nistkästen, Vogelhäuser und Insektenhotels hergestellt werden. Auf dem Weg von Adelsdorf nach Gremsdorf passierten wir mit unseren Fahrrädern übrigens eine Pappel-Allee, von denen es nur noch sehr wenige im Landkreis zu finden gibt. 


28.01.2019 - Aktionsbündnis Adelsdorf - Rettet die Bienen

In Adelsdorf hat sich ein „Aktionsbündnis Rettet die Bienen“ zusammengefunden, um eine breitere Basis für die Unterstützung des Volksbegehrens zu bilden. Zu den Partnern zählen
- BUND Naturschutz Adelsdorf
- Fischereiverein Adelsdorf
- Fischereiverein Aisch
- Verein der Heimat- und Gartenfreunde Adelsdorf
- Bündnis 90/Die Grünen Adelsdorf
- SPD Adelsdorf

Alfons Zimmermann, Vorstandsmitglied in der Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach zeigt am Dienstag, 05.02.2019 um 19:30 Uhr in der Sportgaststätte des SC Adelsdorf in einem Kurzvortrag (45 Min) einige Ursachen und Folgen des Insektensterbens auf, und erläutert die wesentlichen Verbesserungen, die durch das Volksbegehren angeschoben werden sollen.

Wir laden nicht nur unsere Mitglieder zur Veranstaltung ein, sondern alle, die Informationen zum Volksbegehren wünschen.

Informationen können Sie auch über die Facebookseite des Aktionsbündnisses erreichen unter www.facebook.com/adelsdorf.artenvielfalt


18.01.2019 - Aktionsbündnis Adelsdorf - Rettet die Bienen

Aufruf an Vereine/Parteien zum Mitmachen

Die Ortsgruppe Adelsdorf lädt zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ ein. Ziel ist zu informieren und eine breite Basis für die Eintragungen in den Rathäusern vom 31.01. bis 13.02.2019 zu erreichen. In einem Aktionsbündnis aller Vereine und Parteien in der Gemeinde sollen die beteiligten Organisationen als gemeinsame Veranstalter auftreten. Der BN organisiert lediglich den Abend und stellt den Vortrag und den Vortragenden. Danach gibt es genügend Zeit zum Diskutieren.

Wir gehen davon aus, dass vielen in den Vereinen die Natur sehr am Herzen liegt: Seit Jahren ist ein massiver Rückgang unserer Arten in der Tier- und Pflanzenwelt zu verzeichnen, der besonders bei Insekten und Vögel auch nachgewiesen ist.

Um dem Artenverlust Maßnahmen entgegenzusetzen, wurde das Volksbegehren "Artenvielfalt – Rettet die Bienen" gestartet. Vom 31.01.2019 bis 13.02.2019 läuft nun die Eintragungsfrist, bei der sich ca. 1 Million Wahlberechtigte in Bayern in ihren Rathäusern eintragen müssen, damit es zum Volksentscheid kommt.

Informationsabend
Am Dienstag, den 05.02.2019 informieren wir in einen Vortrag zum Thema die aktuelle Situation und die vom Volksbegehren vorgeschlagenen Maßnahmen.

Besonders unterstützend wäre, wenn auch unsere Parteien sich für das Thema engagieren, wird doch im neuen Koalitionsvertrag besonders auf die Artenvielfalt hingewiesen. Dort kann man Folgendes lesen: "Wir bewahren die Artenvielfalt. ... Wir wirken dem Insektensterben mit einem ressortübergreifenden Aktionsprogramm für die Insektenvielfalt und mit weiteren Maßnahmen kraftvoll entgegen."
Ja, genau das wollen wir erreichen, also packen wir es an.

Vereine/Parteien, die mitmachen wollen, melden sich unter bund.adelsdorf@bund.net oder unter 09195-993164 bei Helmut König.


2018


Pilzsuche zu Klimawandelzeiten am 29.09.2018 mit Dr. Krautblatter

Mit anfangs 45 Teilnehmern, starteten wir um 14.00 Uhr vom SC Adelsdorf zum Weppersdorfer Keller, unserem Ausgangspunkt der Pilzwanderung. Dort erklärte uns Dr. Krautblatter bereits in weiser Vorahnung, dass wir wegen der anhaltenden Trockenheit kaum Pilze finden werden. Unter Zuhilfenahme eines Pilzbuches wurden dann an den einzelnen Standorten die dort sonst anzutreffenden Pilzarten besprechen. Allerdings konnte botanisches Wissen aufgefrischt werden, und Dr. Krautblatter vermittelte so eine „Wanderung pur Natur“.

Wir lernten mehrere Arten von Misteln kennen: Kiefern- und Tannenmistel sowie die Laubbaummistel. Im Bodenbewuchs fanden sich Herbstlöwenzahn, Jakobskreuzkraut, Wegwarte, Pfeifengras, Faulbaum, Wolfstrapp und Kunigundenkraut – um nur einige Pflanzen zu nennen. Es gibt so viel zu erfahren hinsichtlich ihrer heilenden Wirkung, z.B. stärkt das Kunigundenkraut (Wassersdost) die Immunabwehr und wenige „Windbeeren“ des Faulbaums tragen ihren Namen nicht ohne Grund. Verschiedene Pilzarten leben in Symbiose mit den Wurzeln bestimmter Baumarten: Eichen-Rauhfußröhrling, Espenrotkappe, Birkenpilz.

Nach eineinhalbstündigem Weg ein Aufschrei: „Ein Pilz!“: Es handelte sich um einen essbaren Edelreizker (auch Blutreizker), erkennbar an der orangenfarbenen Milch, die bei Verletzung der Lamellen hervortritt sowie am besonderen Geräusch, das beim Brechen des mürben Stiels entsteht. Nur noch die Gruppe der Täublinge zeigt beim Stielbrechen ein ähnliches Brechgeräusch. Alle anderen Pilzarten haben einen mehr oder weniger faserigen Stiel.

Es gibt übrigens auch Reizker mit weißlicher, sehr scharf schmeckender Milch, z.B. der Birkenreizker, der allerdings als ungenießbar bis schwach giftig gilt. Aber Achtung: ein milder Geschmack eines Pilzes (so kann man sämtliche Täublingsarten vorkosten) ist nicht unbedingt ein Bestimmungsmerkmal für die Essbarkeit, denn auch Knollenblätterpilze schmecken mild, sind aber tödlich giftig!

Daher gilt: Wer sich nicht 100-%ig sicher ist, den Pilz stehen lassen!

Es fand sich auch ein Schüppling, ein Lamellenpilz mit klebrigem Hut, der bei Trockenheit rissig wird, was ihm ein schuppiges Aussehen verleiht. Ist aber ungenießbar. Ebenso nicht essbar ein dünnstieliger Häubling, der unsere diesjährigen Pilzfunde schon beendete.

Falls es doch noch in diesem Jahr regnen sollte, braucht es etwa eine Woche zur Durchfeuchtung des Bodens um das Mycel zur Fruchtkörperentwicklung anzuregen. Dann könnte man noch einmal wagen „in die Pilze gehen“.

Wir danken dem Biologen Dr. Krautblatter für seine lehrreichen, mit viel Hintergrund ausgestatteten Erläuterungen und freuen uns schon aufs nächste Jahr – vielleicht mit etwas mehr Pilzerfolg.


Vogelwanderung am 13.05.2018 mit Harald Schott

Am Ortsausgang von Haid begann die vogelkundliche Exkursion der BN-Ortsgruppe Adelsdorf mit insgesamt 12 interessierten Teilnehmern in die Aischaue sowie die ehemaligen Sandabbaugebiete und die Haarweiherkette mit ihrer jeweils eigenen Flora und Fauna im Bereich des Naturschutzgebietes Langenbachgrund und Haarweiherkette.

Unter der versierten Führung des Forstwissenschaftlers Harald Schott vom IVL Institut konnte uns der vielfältige Vogelgesang verständlich "entschlüsselt" und die Merkmale und Verhaltensweisen der einzelnen Vogelarten erläutert werden. Darunter der wohlklingende Gesang des Pirols oder der Singdrossel, die Strophen 2-3mal wiederholt, der Schmetternde des Buchfinks sowie davon unterscheidbar der in Oktavsprüngen flötende Gesang der Mönchsgrasmücke.

An der "Wilden Aisch" krächzte die Wacholderdrossel und zwitscherte schnell der Stieglitz, auch Distelfink genannt. Gut zu vernehmen war das typische "tschilp-tschalp" des Zilpzalp, sowie das dem hohen, anhaltenden Gequitsche eines ungeölten Kinderwagens ähnelnde Lied des Girlitz. Stare können sogar andere Vogelgesänge imitieren und mit Flügelklappern begleiten.

Direkt am Ufer der Aisch begegneten uns neben den typischen Sumpf-, Schilf- und Drosselrohrsängern auch die Gold- und die Rohrammer, sowie als besonderes Highlight ein Wendehals. Der Feldschwirl bewies echte Ausdauer durch ein sein langandauerndes eher an eine Grille erinnerndes Singen.

Auf dem Weg zu den ehemaligen Sandgruben sorgte in einem alten Laubmischwald beim Experten der in der Region als Besonderheit geltende Halsbandschnäpper, der sich zwischen den häufig rufenden Trauerschnäppern vernehmen ließ. Durch kurze Hörproben per Smartphone war es auch den weniger Geübten möglich, den Halsbandschnäpper zwischen den vielfältigen Gesängen auszumachen.

Auf einem Feld in der Nähe der Haarweiher präsentierten sich ein Neuntöterpärchen sowie eine Schafstelze und ein hier durchziehender Steinschmätzer. Aus der Ferne war die Heidelerche zu hören.

Beim anschließenden gemeinsamen Kellerbesuch mit kühlem Getränk und gutem Essen wurde sich noch weiter ausgetauscht. Hier blieben unter anderem auch Begriffe wie "zimtwarmbraun" oder "überfrorenblau" als das Gefieder beschreibende Merkmale hängen.

Insgesamt eine absolut gelungene Exkursion, die sicher wiederholt wird.

 


30.09.2017: Pilzwanderung mit Dr. Krautblatter

Zur Pilzwanderung 2017 konnte Dr. Krautblatter über 60 interessierte Teilnehmer begrüßen und mit seinen Ausführungen begeistern.

Wie schon letztes Jahr präsentierte er zu Beginn einen Riesenbovist (30 cm Durchmesser). Der Pilz kann seine stattliche Größe innerhalb von 2 Tagen erreichen. Generell sind sämtliche „dünnhäutigen“ Bovistarten essbar, solange sie jung sind, und beim Anschneiden eine weiße Farbe zeigen.

So waren unter den gefundenen essbaren Pilzen der Flaschenbovist (Standort sollte frei von Verunreinigungen sein, da der Pilz gern Schadstoffe anreichert), der Echte Reizker mit orangefarbener Milch sowie verschiedene Täublingsarten (Merkmal: brüchiger Stiel), aber sie dürfen beim Roh-Test nicht scharf schmecken, sonst sind sie ungenießbar wie z.B. Spei-Täubling und Zedernholz-Täubling. Der schmackhafte Frauentäubling ist zudem erkennbar an den elastischen Lamellen, was ihn von den übrigen Täublingsarten mit ihren eher brüchigen Lamellen unterscheidet.

Ein sehr guter Speisepilz ist die Krause Glucke, die in Symbiose mit der Kiefer wächst und aussieht wie ein Badeschwamm. Auch die Birkenpilze und Rotkappen sind gute Speisepilze. Sie leben in Symbiose mit verschiedenen Baumarten, wie Birken, Espen, Eichen und Hainbuchen.

Die häufig anzutreffenden Nebelkappen, die meist in zahlreicher Gesellschaft wachsen, sollte man beim ersten Verzehr zunächst getrennt von anderen Speisepilzen zubereiten, um einen persönlichen Verträglichkeitstest zu starten – denn nicht jeder verdaut diesen Pilz gleich gut. Genießbar, aber nur als minderwertige Beigabe gilt der „falsche“ Pfifferling oder Gabelblättling, wegen der sich gabelnden Lamellen auf der Hut-Unterseite.
Bei der Auswahl eines Pilzbestimmungsbuches sollte man darauf achten, dass mindestens 700 Arten beschrieben werden und die Erklärungen sich auf die wesentlichen Erkennungsmerkmale beschränken sowie Verwechslungsmöglichkeiten genannt werden.

Am Ausgangspunkt angelangt demonstrierte Dr. Krautblatter die gängigsten essbaren Röhrenpilze, wie z.B. den Butterpilz, den Körnchenröhrling, die Marone (Braunkappe), den Sandröhrling und die Ziegenlippe nebst Rotfußröhrling.

Auf alten Eichenstrünken wächst mitunter der nicht essbare Riesen-Flämmling. Generell sollte man nur Pilze essen, die man sicher bestimmen konnte. Die Exkursionsteilnehmer bedankten sich dann mit einem heftigen Applaus und sind schon gespannt aufs nächste Jahr.


22.-23.05.2017: Grüne Auszeit für den Nachwuchs

Begrünungsaktion in der Grundschule Adelsdorf

Eine bekannte Volksweisheit rät: „Mach‘ aus der Not eine Tugend“. Da unsere Gemeinde ein neues Hortgebäude errichten möchte, um den aktuellen, familiären Betreuungsbedürfnissen gerecht werden zukönnen, mussten zuvor Blumen und Co vor dem Eingang der Grundschule Adelsdorf weichen. Jedoch nicht ersatzlos, Dank der Idee Eva Schlegels, Leiterin der AG Schulgarten und Lehrerin an der Grundschule Adelsdorf. In zwei schweißtreibenden und engagierten Vormittagen legten 18 Zweitklässler mit Hilfe ihrer Lehrerin Frau Schlegel, des BNs und fleißigen Gemeindemitarbeitern einen neuen Schulgarten an. Ab sofort dient die kleine Oase als Ort für eine grüne Auszeit.

Was wurde erreicht?

Zuerst entwickelten die Kids unter Anleitung Ideen für die Anlage der Gehwege und der Grundgestaltung des Gartens. Anschließend hieß es: Ran an die Schaufel, Wege ausbuddeln, Unkrautvlies verlegen, Pflanzen einbuddeln, gießen. Dank mannigfaltiger Grünspenden seitens der Eltern und Staudengärtnerei Augustin aus Heroldsberg wurde aus fadem Rasen ein blühender Rückzugsort, an dem die Kinder während ihrer Pausen kurz abschalten und „auslüften“ können. Neben vielerlei Stauden- und Zwiebelpflanzen, Gräsern und Rosen gibt es zwei weitere Highlights: die Vogeltränke und den Rosenbogen. Das Holzfass wurde ebenfalls mit geeigneten Pflanzen bestückt und soll zukünftig im Sommer durstigen Vögeln und Insekten als Wasserquelle dienen. Der  Bogen dienst als Eingang und strukturiert den Garten abschließend.

Die Kinder der Schulgarten-AG haben bereits begeistert die neuen Pflanzen an den ersten heißen Tagen gegossen und werden sich auch zukünftig zusammen mit ihrer Lehrerin um die Pflege und den Erhalt des neuen Idylls kümmern. Während der Ferien übernehmen Bauhofmitarbeiter der Gemeinde den Gießdienst.

Abschließend möchten wir noch einmal allen Beteiligten ein großes Lob aussprechen und freuen uns auf weitere, spannende Projekte und eine rege Zusammenarbeit.


21.05.2017: Radtour

Unsere Radtour am 21.05.2017 führte uns in den nördlichen Teil der Gemeinde. Der Start war wie üblich am SC Adelsdorf, ging dann über den Hummelsee (Mohrweiher), zum Steinersee (Bamberger Exklave), über den Großen Hofsee zum Erlbruch am Dummetsweiher. Dann weiter über die Haarweiherkette in das Naturschutzgebiet Haider Sande bis zur Grube A. Endstation war dann der Laufer Keller.

Die 12 Teilnehmer an der Radfahrt waren sehr angetan von der Ruhe und Schönheit des
Adelsdorfer Nordens.


20.05.2017: Vereinsbörse Adelsdorf

Am Samstag, den 20.05.2017 fand die 1. Vereinsbörse in der Adelsdorfer Aischgrundhalle statt. Auch die Ortsgruppe war mit einem großen Stand vertreten. Die umfangreichen Informationswände wurden durch den Ortsvorsitzenden Helmut König in gewohnter professioneller Aufmachung erstellt. Umfangreiche Broschüren zur Arbeit des BN wurden angeboten. Auf die umfangreichen Aktivitäten der Ortsgruppe, eingebunden in das Kreisgruppengeschehen, die aktuellen Schwerpunkte wie Erneuerung des Schulgartens mit Kindern der Grundschule Adelsdorf, Blühwiesen, Energieversorgung, Nationalpark Steigerwald und vielem mehr wurde in 39 Bildern mit kurzem Infotext hingewiesen.

Ein Buchdruck der Informationen über die Tätigkeiten des Bund Naturschutz in und um Adelsdorf ist geplant. Einige ausgewählte Poster werden im folgenden dargestellt.


25.04.2017: Vortrag Regenerative Nahwärmenetze

Am 25.04.2017 wurde die Naturstrom AG eingeladen, einen Vortrag über Regenerative Nahwärmenetze zu halten. Die Naturstrom AG vertreibt Wärme und Strom ausschließlich aus regenerativen Energien, und baut auch entsprechende Versorgungsanlagen.

Die BN Ortsgruppe bemüht sich seit geraumer Zeit, gemeinsam mit der Gemeinde ein regeneratives Nahwärmenetz in Adelsdorf zu errichten. In mehreren Gesprächen mit Bürgermeister, Gemeinderäten, dem Investor vom neuen Ortsteil "Am Reuthsee" wurde über Möglichkeiten eines kohlenstoffneutralen Wärmesystems in Adelsdorf diskutiert. Letztendlich wird das Wohngebiet nördlich der Bahnhofstraße für einen möglichen Einsatzort favorisiert. Unter Einbeziehung der Naturstrom AG ist ein kompetenter Partner mit ins Boot geholt worden. Eine representative Anlage kann in Willersdorf besichtigt werden.

Der Vortrag durch die Naturstrom AG Representantin Verena Gröbmayr führte die technischen Möglichkeiten und die zwischenzeitlich absolute Marktreife der CO2-neutralen Heizungsversorgung vor. Das Heizhaus versorgt das Nahwärmenetz mit einem mehr als 80 Grad heißen Wasser, das durch eine Übergabestation (Wärmetauscher) an das interne Hausnetz (Pufferspeicher, Heizungskreise, Warmwasserversorgung) übergeben wird. Damit ist jederzeit dafür gesorgt, dass auch bei morgendlich massiver Warmwasserabnahme genügend Energie zur Verfügung steht.

Der Vorteil gegenüber normalen Heizsystemen ist, dass abgesehen von der CO2-neutralen Versorgung, alle Wartungsarbeiten bis inklusive der Übergabestation im Versorguns- und Wartungsbereich des Wärmenetzbetreibers liegt. Hat sich die Technik im Heizhaus nach ca. 15 Jahren amortisiert, kann auf ein neues, noch moderneres System umgestellt werden. Erdwärme oder zukünftige wasserstoffbetriebene Techniken mit hoher Energieausbäute sind somit einfach möglich.


10.01.2017: Jahreshauptversammlung 2017

Am Dienstag, 10.1.2017 fand unsere Jahreshauptversammlung (JHV) statt. Im Anschluss daran gab es einen Vortrag über die Simulation von Starkregenereignissen, die wir als absolut hilfreich zur Minimierung von Überschwemmungsereignissen in Wohnbaugebieten halten.

Rückblick auf 2016

Die meistens am ersten Montag im Monat stattfindenden Stammtische im Gasthaus Scharold boten auch umfangreichere Informationen über die PWC-Anlage, das Baugebiet Reuthsee oder über den Steigerwald. Dieser bleibt auch unser absoluter Favorit für einen fränkischen Nationalpark. Bei der Busfahrt 2016 in den Steigerwald waren die Adelsdorfer mit 18 Teilnehmern die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Aktuell hat die Ortsgruppe 202 Mitglieder.
Anfang Juni fand eine Radtour durch das Naturschutzgebiet (NSG) Mohrhof statt. Im Juli wurde eine Exkursion mit Dr. Krautblatter zum NSG Krausenbechhofen organisiert. Auch bei Einsätzen ins NSG Mohrhof, und beim Abfischen des Blätterweihers waren wir dabei. Wir beteiligten uns auch an der Demo gegen die Südumgehung in Herzogenaurach.
Zahlreiche Kinder besuchten die Fledermausbeobachtung an den Neuhauser Weihern. Das BN-Kino im SC Adelsdorf führte die Filme „Plastic Planet“ und „Moorweiher und Niedermoore im Landkreis ERH“ von Josef Röhrle vor.
Wir sammelten Unterschriften gegen das Freihandelsabkommen Ceta. 2016 wurde lediglich eine Stellungnahme zu einer Bebauung an der Uttstadter Straße abgegeben. Wir haben gefordert, dass es keine weitere Bebauung wegen des angrenzenden Überschwemmungsgebietes der Aisch dort mehr geben darf.
Angestoßen durch die BN-Forderung eines Energiekonzeptes zum Reuthseegebiet hat man an den Überlegungen der Gemeinde für ein Nahwärmenetz in Adelsdorf teilgenommen. Ebenso hat der BN erste konstruktive Vorschläge zur Einführung zum neuen Ortsentwicklungsplan eingebracht. Mithilfe und Stellungnahme zum neuen Flächennutzungs- und Landschaftsplan gehören für den BN zu seinen zentralen Aufgaben.

Aktivitäten für 2017

  • Mitarbeit beim Flächennutzungs- und Landschaftsplan
  • Ackerrandstreifen und Beobachtung ausgewählter Gräben zum Schutz von Amphibien im Aischgrund
  • Energiekonzept zur Unterstützung regenerativer Energien.

Vortrag Simulation von Starkregenereignissen

Im Anschluß an die JHV wurde von Herrn Reinhard Brodrecht, Gesellschaft beratender Ingenieure für Bau und EDV mbH (GBi) über grafische Simulationsverfahren zur Erkennung überschwemmungsgefährdeter Gebiete durch Starkregen informiert. Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels nimmt diese Gefahr stetig zu. An Beispielen, unter anderem auch des Läusbergs zeigte er, wie diese Ereignisse im Zeitraffer simuliert und in einer dynamischen Grafik visuell dargestellt werden können. Damit werden neuralgische, potentielle Schwachstellen in Wohngebieten, die es in jedem Gemeindegebiet gibt, frühzeitig aufgedeckt und erkannt. Über Abhilfen kann somit rechtzeitig nachgedacht werden.


09.08.2016: Fledermausbeobachtung mit Kindern

Nach einigen Jahren hat sich die Ortsgruppe wieder am Ferienprogramm beteiligt. Trotz schlechten Witterungsverhältnissen, die Aussentemperatur lag unter 20 Grad Celsius, es war stark bewölkt, kamen überaschend viele Kinder zur Veranstaltung. Mit den Erwachsenen etwa 30 Interessierte.

Als Fachmann hatte sich Herr Großner vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) bereit erklärt, sein Wissen an die Runde weiterzugeben. Nach einer kurzen Einführung zum Vogelschutzgebiet Neuhauser Schloßweiher erfuhren die Kinder Grundsätzliches über Fledermäuse, über Echoortung, aber auch über die Innenausstattung von Nistkästen, die von den Fledermäusen oft benutzt werden. Auch erfuhren sie, dass Fledermäuse nichts mit Mäusen gemein haben. Über den Stammbaum ist man sich nicht im klaren. Affen, Raubtiere oder sogar Wale könnten mit ihnen verwandt sein.

Nachdem die Dunkelheit zunahm wurden im Batdetektor die ersten Fledermäuse durch ein knatterndes Geräusch hörbar, aber lange noch nicht sichtbar. Erst gegen Ende des Spaziergangs durch das Weihergebiet konnten endlich auch einige Fledermäuse am schon recht dunklen Himmel beobachtet werden. Aufgrund der gemessenen Frequenzen müsste es sich um Große Abendsegler und die Wasserfledermaus gehandelt haben.

Den Kindern hat es jedenfalls viel Spaß gemacht, sicher auch, weil sie mal wieder so spät am Abend noch in freier Natur herumtollen konnten.

Bildlizenzen:
*1: Markus Nolf, Wikimedia Commons, lizenziert unter GFDL&CC-BY-SA-2.0
*2: Guido Gerding, Wikimedia Commons, lizenziert unter CC-BY-SA-3.0
*3: me, Wikimedia Commons, lizenziert unter CC-BY-SA-2.5


16.07.2016: Botanische Exkursion zu den Krausenbechhofener Weihern

Von der häufigen Kerbelrübe zur seltenen Schwanenblume

Unter der Führung von Dr. Krautblatter fand am 16. Juli 2016 mit 8 sehr interessierten Teilnehmern eine äußerst informative botanische Exkursion in das Naturschutzgebiet Krausenbechhofener Weiher statt. An dem ausgeschilderten Rundweg, der in Krausenbechhofen beginnt, konnte eine große Vielfalt interessanter und teilweise auch selten vorkommender Pflanzenarten entdeckt werden.

Wieder einmal verstand es der Biologe, die Teilnehmer mit seinem wahrhaft enzyklopädischen Wissen und seinen erläuternden Hintergrund-Geschichten zur Herkunft der Pflanzennamen bzw. zu den unterschiedlichen Verwendungen und Heilwirkungen in seinen Bann zu ziehen. Eindrucksvoll war auch eine extra angelegte Wildblumenwiese, unter anderem mit Wilder Möhre, Wiesenpippau, Steinklee und Wegwarte. Unter den seltenen Pflanzen fand sich neben der Schwanenblume am Weiherrand auch der Sardische Hahnenfuß und der schmalblättrige Rohrkolben.

Im kieferbetonten Mischwald war neben der Stieleiche, der Winterlinde und Rauhblättrigen Ulme auch die Weiß- und Moorbirke zu sehen. Der Faulbaum gilt als Zeigerpflanze für eine wasserstauende Lehm- oder Ton-Schicht im Untergrund.

Die Exkursion erfuhr einen gebührenden Abschluß in Geyers Hofgarten in Krausenbechhofen. Bei einer guten fränkischen Brotzeit wurden die gesammelten Pflanzen noch einmal besprochen und noch offene Fragen geklärt.


04.06.2016: Radwanderung zu den Mohrweihern

Ungeachtet des unbeständig gemeldeten Wetters haben wir uns am 4. Juni 2016 um 14 Uhr auf den Weg zu unserer Radtour gemacht.

Die erste Station führte uns zu den Neuhauser Schlossweihern, wo wir Harald Schott vom IVL-Institut beim Monitoring der Vogelwelt angetroffen haben. Er gab uns einen kurzen Bericht über die Populationen, die sich dieses Jahr bei den Schlossweihern aufhalten. Weiter ging es dann zu den Krausenbechhofener Weihern. Mit Ausnahme eines, zur Landung ansetzenden Purpurreihers, gab es angesichts der Tageszeit nicht viel zu sehen. Dies wollen wir an unserem nächsten Termin mit Dr. Krautblatter durch einen morgendlichen Besuch verbessern. Interessant war der Blick auf Gremsdorf, der uns vor Augen hielt, welch schrecklicher Eingriff einer Südumgehung für das Naturschutzgebiet bedeuten würde.

Der nächste Halt war mitten im Wald. Dort wurde in der Nähe von Poppenwind unsere Aufmerksamkeit auf ein Marterl gelenkt, zu dem uns Routenplaner Uwe eine Geschichte erzählte. So brachte im kalten Herbst des Jahres 1626 eine junge Bäuerin unter lebensbedrohenden Umständen ein Kind zur Welt. Aus Dankbarkeit, dass ihr Flehen um Hilfe erhört und sie und ihr Kind wie durch ein Wunder gerettet wurden, hat sie das Marterl errichten lassen.

Die letzte Station vor dem zwischenzeitlich sehnlichst erwarteten Ziel lag bei den Weihern des Mohrhofgebiets. Hier gaben uns schwarze Vögel ein Rätsel auf. Trotz Ferngläsern konnten wir sie nicht eindeutig identifizieren, haben uns dann aber darauf geeinigt, dass es sich wohl um Kormorane gehandelt haben muss.

Nach einer finalen Anstrengung erreichten wir gegen 17 Uhr das Ziel, den Neuhauser Felsenkeller, wo wir den erlittenen Flüssigkeitsverlust ausgleichen und uns mit ordentlichen Brotzeiten wieder stärken konnten. Glücklich darüber, dass das Wetter gehalten hat, ließen wir den Ausflug bei interessanten Gesprächen ausklingen.


11.01.2016: Jahreshauptversammlung 2016

Mittlerweile hat sich der Termin zur Jahreshauptversammlung der BN Ortsgruppe Adelsdorf auf den frühen Jahresanfang festgesetzt. Ein Vorteil für die übergeordnete Kreisgruppenabrechnung, aber Arbeit um den Jahreswechsel für den längstgedienten BN-Kassenwart im Landkreis, Rudolf Macher.
Es ging nun Schlag auf Schlag. Im letzten Jahr erst hat Rudolf Macher die Vereinsmedaille in Silber erhalten, wegen seiner langjährigen Mitgliedschaft. "Da wir Rudi auf seinen Wunsch hin entlasten wollten, und er wegen seines Alters auch um eine Amtsübergabe in absehbarer Zukunft gebeten hatte, haben wir uns um einen geeigneten Nachfolger umgesehen. Nun hat es überraschend schnell geklappt", schildert der Ortsvorsitzende Helmut König.

Rudolf Macher ist seit der Gründung der Ortsgruppe Adelsdorf deren Kassenwart. Also nun seit bereits 33 Jahren. Dafür dankt ihm sowohl die Ortsgruppe wie auch der Landesverband. König überreichte ihm im Auftrag von Prof. Weiger die Verbandsmedaille in Gold, datiert auf seinen 80. Geburtstag, den er am Sonntag feiern durfte.
Rudolf Macher ist in Adelsdorf ein bekannter Mann. Er engagiert sich in der evangelischen Kirche, und war immer ein ruhiger und besonnener Vertreter für eine gerechte und lebenswerte Umwelt. Für viele Aktionen war er ein gewünschter und geachteter Mitstreiter. Sein sozialer Einsatz wurde auch von der Gemeinde gewürdigt und bereits vor Jahren wurde er mit der Bürgermedaille geehrt.
Aber auch die Ortsgruppe hat ihn noch extra gewürdigt. Bevor die Nachwahl eines neuen Kassenwartes und Schriftführers von statten ging, wurde Macher einstimmig zum Ehrenkassenwart gewählt. Wohl auch hier zum Ersten im Landkreis.

Die nachfolgende Wahl zum neuen Kassenwart und Schriftführer fiel auf Gabriele Lappat und Ralf Herrmann.
Zu Beginn der Jahreshauptversammlung stellte König die BN-Organisation auf Land- wie Kreisebene dar, und zählte die Aktivitäten von 2015 auf. Beachtenswert ist dabei die Zunahme an Mitgliedern auf aktuell 187 Mitglieder. Eine Steigerung um etwa 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben zwei Radtouren zu ausgewählten Biotopen, und der obligatorischen Pilzwanderung, wurde auch Unterstützung im Mohrhofgebiet geleistet. Am Weihnachtsmarkt war man wieder präsent. Etliche Adelsdorfer haben auch an der Busfahrt in das Naturschutzgebiet im Steigerwald teilgenommen, eine weitere Fahrt wird für 2016 geplant.
Einen wesentlicher Beitrag leistet der BN durch seine Stellungnahmen zur Bauleitplanung. Nach jahrzehntelangem Widerstand wurde wegen der Verkleinerung der Geflügelzuchtanlage und der damit einhergehenden, erheblich reduzierten Lärmemission, sowie einem tragfähigen Ausgleichskonzept für den Naturhaushalt, dieser beendet.
Auch zur PWC-Anlage wurde Stellung bezogen. Die schutzwürdige Offenlandschaft, die den Standort umgibt, und die Nähe zu Neuhaus waren ausschlaggebend, dass der neue Standort bei Klebheim favorisiert wurde. Am liebsten sollte sie aber gänzlich entfallen.
Das eigentlich herausragendste Thema war die Forderung nach einem zukunftsfähigen Energiekonzept im Reuthseegebiet. Nachdem die Stellungnahme des BN vom Gemeinderat unbeachtet blieb, liesen König und Manfred Trossen nicht locker. "Unserem Bürgermeister müssen wir danken, dass er ein Treffen mit dem Investor anberaumt hat", so König. "Mitlerweile gab es auch schon ein Gespräch mit Naturstrom. Die Aussichten auf eine Energieversorgung, die auch der Energiewende zugute kommt, sind wieder Chancen eröffnet. Wir sind sehr gespannt, was da noch kommt.“
Für 2016 gibt es bereits eine Menge von geplanten Aktivitäten. Hierzu sollten zur Information möglichst die Internetseiten besucht werden. Neu einführen wollen wir Filmvorführungen zu ökologischen Themen, die noch in der kalten Jahreszeit gestartet werden sollen.
Im Anschluß an die Jahreshauptversammlung fand noch eine Diskussionsrunde mit dem Fischzuchtmeister i.R. Lutz Weißbrodt statt. Das Motto lautete "Wieviel Natur braucht die Teichwirtschaft?". Zweck war, auf Ortsgruppenebene Wünsche und Probleme am Naturschutz und an der Fischzucht aufzuzeigen, und diese mit einem Fachmann zu diskutieren.

Dem Bund Naturschutz liegt sehr am Herzen, dass die Teichwirtschaft von ihrem Wirtschaften Gewinne erzielen kann. Aufgrund eines fettarmen und schmakhaften Biokarpfens, wie ihn der BN unter der Bezeichnung Karpfen pur Natur beispielhaft produziert, ist man der Meinung, dass eine größere Vielfalt an Karpfenqualitäten für die Ertragslage vorteilhaft wäre. Bessere Preise könnten durch entsprechende Werbung, auch über den Tourismus erzielt werden. Auch sollte die Unterstützung durch Naturschutzprogramme hilfreich sein. Aber auch die Biokarpfenzucht selbst muss noch optimiert werden, soll der Ertrag reichen.


Weihnachtsmarkt 2015

Bereits zum vierten Mal in Serie haben wir an unserer Adelsdorfer Schloßweihnacht teilgenommen. Der erste Tag war gut besucht. Am Abend ging es richtig zünftig zu.


19.09.2015: Pilzwanderung mit Dr. Krautblatter - von "Krauser Glucke bis Teufelsabbiß"

Zur nachmittäglichen Pilzwanderung am Samstag, den 19.09.2015 in den Oberen Markwald im Bereich des Weppersdorfer Kellers konnte Herr Dr. Krautblatter die 37 Exkursionsteilnehmer wieder einmal rundum begeistern.
Zu Anfang präsentierte er einen Riesenbovist, der seine Größe von 20 cm (durchaus auch bis 40 cm) in sagenhaften 2 Tagen erreichen kann sowie einen ebenso großen, aber eher im Mittelmeerraum beheimateten Bitterröhrling, den er in Höchstadt auf einem Bierkeller gefunden hatte. Außerdem verwies er auf nicht eßbare Champignons mit weißen Sporen und zeigte als Beispiel einen Carbol-Egerling. Der eßbare Wiesen-Champignon hat rosafarbene und mit zunehmendem Alter bis kakaobraune Sporen.
Aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen Wochen hatten sich die Pilze zurückgehalten und so war Gelegenheit, ausführlich auch auf botanische Besonderheiten hinzuweisen: am Teich auf verschiedene Laichkräuter, den Froschlöffel und Zweizahn, beim Streifen durch den Wald und auch auf der vergrasten Waldfuhre den Teufelsabbiß und die Blutwurz.
Angetroffene größerflächige feuchte Bereiche im Wald sind meist auf wasserstauende Lehm- bzw. Tonschichten im Untergrund zurückzuführen. Hier sieht man Feuchtezeigerpflanzen wie z.B. das Torfmoos, den Faulbaum und das Pfeifengras.
Unter den gefundenen eßbaren Pilzen waren der Echte Reizker mit orangefarbener Milch sowie verschiedene Täublingsarten (Merkmal ist ein brüchiger Stiel), aber sie dürfen beim Roh-Test nicht scharf schmecken, sonst sind sie ungenießbar wie z.B. Spei-Täubling und Zedernholz-Täubling.
Ein sehr guter Speisepilz ist die Krause Glucke, die in Symbiose mit der Kiefer wächst und aussieht wie ein Badeschwamm.
Genießbar, aber nur als minderwertige Beigabe gilt der „falsche“ Pfifferling oder Gabelblättling. Er bekam seinen Namen wegen der sich gabelnden Lamellen auf der Hutunterseite.
Unter den nicht eßbaren Pilzen fanden sich Tränender Saumpilz, Schwarzfuß-Porling, Eichen-Wirrling, weißmilchende Milchlinge, Großer Flämmling und kleinwüchsige Rüblingsarten.
Anhand der Sporenfarbe kann man eine grobe Bestimmung der Pilze vornehmen. Wenn man die Sporenfarbe sicher bestimmen will, kann man den Pilz über Nacht auf ein weißes bzw. dunkles Papier legen. Die giftigen Knollenblätterpilze haben übrigens weiße Sporen.
Wie jedes Jahr wurde den Teilnehmern Grundkenntnisse in der Unterscheidung der wesentlichen Pilze unserer Gegend vermittelt. Eine Aufgabe, die der absolute Pilzkenner Krautblatter mit Engagement ausfüllt.


09.05.2015: Radtour zu ausgewählten Biotopen

Im Mai fand unsere erste Radtour statt. Sie führte uns vom SC Adelsdorf über die Aischwiesen, wir tangierten das Industriegebiet, den Sandabbau sowie das Bucher Wäldchen und erreichen den „Neuhauser Flughafen“. An den Neuhauser Schlossweihern beobachten wir die aktuell recht aktive Vogelwelt. Entlang des Ziegenangers konnten wir leider ausser einem Kiebitzenpaar keine weiteren Wiesenbrüter sichten. Danach besuchten wir die möglichen Gewerbegebietsstandorte. Mit einem Abstecher zu den Weppersdorfer Weihern, die wir natürlich aufgrund der Brutzeit nur entlang ihrer Außenkanten erkundeten, erreichten wir dann unseren Zielpunkt, den Laufer Keller.


2014: Adelsdorfer Weihnachtsmarkt im idyllischen Schloßhof

ADELSDORF - Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Ortsgruppe des BN mit etlichen Aktiven am Adelsdorfer Weihnachtsmarkt. 

In diesem Jahr wurde das umgestaltete eigene Computerprogramm zum Adelsdorf-Quiz abgeändert und fand bei den Besuchern großen Anklang. Neben Kindern haben diesmal auch viele Erwachsene ihr Wissen über Adelsdorf geprüft - sogar der Bürgermeister. Es gab auch Früchtepunsch, Kürbissuppe, Glüh-Caipi und doppelt so viele Atomkraftwerke wie letztes Jahr. Trotzdem waren sie bereits sehr früh ausverkauft, wohl ein Zeichen der nahenden Atomkraftwerksabschaltungen. Unter dem Strich wieder ein rundum gelungenes Adventswochenende.


2014: Blumen-Tipps und TTIP in Gremsdorf

Die Barmherzigen Brüder wissen, wo Insekten gern wohnen, und der Bund Naturschutz weiß, was sie gern fressen. Da lag es für die Ortsgruppe Seebachgrund nahe, sich auf Einladung der Barmherzigen Brüder am Adventsmarkt in Gremsdorf mit einem Stand zu beteiligen. In der Fertigungshalle, gleich neben den Insektenhotels, bot die Ortsgruppe Seebachgrund den Besuchern Informationen zu insektenfreundlichen Gärten und sammelte auch wieder Unterschriften gegen TTIP. Dafür interessierten sich die kleinen Besucher natürlich nicht, sie bemalten lieber kleine Holzscheiben, aus denen dann schmucke Anhänger wurden.


27.10.2014: Vortragsabend "Energiewende zum Energiesparen"

Am Montag, den 27. Oktober 2014 veranstalteten wir einen abwechselungsreichen Informationsabend rund um das Thema Energiesparen.
Der Informationsabend wurde durch drei Referenten und drei Themen gestaltet. Alle hängen mit dem Energiesparen zusammen.

1. Energiewende - Warum, weshalb und wie?
2. Aktion
Heizungspumpentausch ERH
3. Heizungsoptimierung

Vortrag 1: Energiewende - Warum, weshalb und wie?
Grundlegendes zum Klimawandel, Energiehaushalt, Effizienz, Speicherung und Kosten.
Referent: Helmut König

Vortrag 2: Aktion Heizungspumpen ERH
Im Landkreis soll durch diese Aktion der Stromverbrauch vieler Haushalte reduziert
werden. Mit geringen Umbaukosten können bis zu 20% des gesamten Stromverbrauchs
eingespart werden.
Referent: Johannes Kollinger

Vortrag 3: Heizungsoptimierung
Sie lernen die Schwachstellen Ihrer Heizungsanlage kennen, und erhalten Informationen,
wo Sie nach Energieverlusten suchen müssen. Danach erfahren Sie, wie Sie Ihre
Heizungsanlage optimieren können - selbst oder mit Hilfe einer Fachfirma.
Referent: Heinz Horbaschek


2014: Ein Ausflug in den Wald

Zur Unterstützung der Schneckengruppe des Kindergartens Thomizil hat die BN-Ortsgruppe Adelsdorf kurzerhand ihren Biologen Manfred Ludwig "verliehen", um den Kindern das Thema Erde zu erklären. Eigentlich heißt das ja Boden.
Im Vorfeld haben die Kinder schon unterschiedlichsten Boden gesammelt, aus dem Garten, dem Wald, dem Sandkasten oder aus dem Beutel vom OBI. Ein Teil davon wurde dann mit Kleister verrührt und damit ein Erdbild gemalt. Als Dankeschön hängt nun so ein Bild bei Herrn Ludwig im Wohnzimmer.


20.09.2014: Pilzwanderung mit Dr. Krautblatter

Wie jedes Jahr im Herbst fand am Samstag, den 20.09.2014 unsere Pilzwanderung statt. Das Wetter war anfangs herrlich, aber nach etwa einer halben Stunde begann es wie aus Kübeln zu regnen.
Viele Teilnehmer brachen ab, die Hälfte wartete in einem Kellerhäuschen auf bessere Zeiten.
Trotz allen Unwidrigkeiten wurden jene, die bis zum Ende aushielten belohnt mit viel Info von unserem Pilzfachmann Dr. Krautblatter. An der Veranstaltung nahmen über 80 Interessierte teil.


12.07.2014: Grüne Meile Adelsdorf

Die Ortsgruppe Adelsdorf unterstützt am Samstag, den 12. Juli 2014 mit einem eigenen Infostand die Grüne Meile in Adelsdorf.
Auf einer Strecke von 1,6 km, die zwischen Edeka Degen und der Firma Soldan entlang der Erlanger Straße, Hauptstraße, Marktplatz und Höchstadter Straße verlief, positionierten sich 136 Aussteller, um ihre Aktivitäten und Produkte zu zeigen.
Die BN Ortsgruppe Adelsdorf hatte den ersten Stand am Ortseingang gegenüber von Edeka Degen aufgebaut. Nach langer und intensiver Vorbereitung hatten wir einiges zu bieten. Mit insgesamt 9 Bildtafeln 

  • stellten wir interessante und schützenswerte Biotope aus der Region vor,
  • thematisierten die Energiewende,
  • wiesen auf den weiteren Flächenverbrauch durch zusätzliche Gewerbegebiete in Adelsdorf hin,
  • erklärten das von uns gefürchtete Freihandelsabkommen sowie die
  • Struktur des BN inklusive der Tätigkeit der Ortsgruppe Adelsdorf.

Hauptattraktion waren aber zwei, von Helmut König erstellte Quiz-Programme:

  • Adelsdorf-Quiz für Erwachsene
  • Vogel-Quiz für Kinder.

Vier aktive BN-Mitglieder sammelten dazu an die 500 Bilder mit Erläuterungen, um die Programme mit Inhalt zu füttern.
Kinder konnten sich zudem an einer Stempelkarten-Rallay beteiligen und mussten dazu eines der beiden Quiz-Programme bearbeiten.
Das Wetter war herrlich. Insgesamt waren an die 10.000 Besucher gekommen, und so manchen verschlug es dann auch zum BN-Stand.
Für diesen gelungen Auftritt möchten wir uns bedanken bei Helmut König, Susanne Schulze Wettendorf, Manfred Ludwig, Jürgen Rimböck, Heinz Linz, Gabriele und Manfred Lappat, Uwe Weidner und Stefanie Beck.

Kontakt: Helmut König
BN Ortsgruppe Adelsdorf
Brandenburger Straße 38
91325 Adelsdorf
Tel: 09195-99 31 66
Mail: helmut.koenig(at)bund.net


30.05.2014: Infostand in Adelsdorf


2014: Wanderung zum Melmbrunnen

Unter der fachkundigen Führung von  Dr. Hans Krautblatter aus Höchstadt unternahm die Ortsgruppe Adelsdorf des Bund Naturschutz von Jungenhofen aus eine spannende Rundwanderung durch das geologisch und botanisch sehr abwechslungsreiche Gebiet im Bereich des Melmbrunnens.

Auf engstem Raum wechseln hier die Schichtstufen des oberen Keupers und unteren Malms, getopt durch eine geologisch bedeutsame NW-SO-Verwerfung der Formationen entlang des Melmbrunnen-Grabens.
Die sich dadurch ergebende Vielfalt der Pflanzengesellschaften war das Thema dieses Rundgangs. Säurezeiger (Rätsandstein) wechseln sich mit kalkliebenden (Lias) und feuchten Lehmuntergrund (Feuerletten) bevorzugenden Pflanzen ab.
Der seltene Berg-Ehrenpreis nebst Erlen und Eschen im Bachgrund, das säureliebende Frauenhaarmoos, der im Keuper heimische Wurm-, Dorn- und Frauenfarn, Waldsimse, -segge und -hirse, Seegras (eine Segge) sowie die artenreiche Flora auf feuchtem Feuerletten mit Spring-, Milz-, Lab- und Hexenkraut, Zahnwurz, Gelber Taubnessel und Echtem Ehrenpreis bereicherten die botanisch-geologische Exkursion.
Eine anschließende Einkehr in Jungenhofen rundete die äußerst informative Wanderung ab.


10.05.2014: Bachmuschel-Ausstellung im "Laafer Gärtla"