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Erdkrötenpopulation bei Niederndorf

Die Winterruhe der Erdkröte ist früh vorbei. Je nach Wetterlage wandert die Erdkröte schon Ende Februar / Anfang März zu ihrem Laichgewässer. Der städtische Bauhof stellt im Februar an der Straße von Niederndorf nach Obermichelbach die Fangzäune auf. Sobald der Zaun steht, müssen täglich die Amphibien an den Fangzäunen gesammelt und über die Straße getragen werden. Dabei werden auch Art und Anzahl der Amphibien notiert. Die Saison erstreckt sich über ca. 2 Monate. Diese Aktion macht allen Aktiven doppelt Freude, zum einen retten wir hier die Erdkröten vor dem sicheren Verkehrstod und zum anderen ist es toll zu sehen mit welcher Begeisterung neue Aktive bei der Sache sind, denn sowohl für Kinder, aber auch für Erwachsene ist es ein einmaliges Erlebnis diese dämmerungs- und nachtaktiven Tiere so hautnah zu erleben. 

Neben dem Straßenverkehr hat die Erdkrötenpopulation bei Niederndorf ein weiteres sehr großes Problem, dies ist die zunehmende Wasserknappheit. Mit großer Sorge beobachten wir die beiden Weiher neben der Straße, der Wasserstand  sinkt von Jahr zu Jahr. Mit Hilfe der Teichbesitzer versuchen wir den Wasserstand auf einem gerade noch akzeptablen Stand zu halten. Sollte dies nicht gelingen, so wäre die gesamte Erdkrötenpopulation bei Niederndorf in ihrem Bestand gefährdet. Das Risiko steigt hier enorm durch die weitere Versiegelung der Flächen und dem geplanten Straßenbau.


Wissenswertes

Die Erdkröte ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§7 Abs. 2 Nr. 13 BNatSchG) eine besonders geschützte Art. 

Die Überlebenschance einer Erdkröte auf einer Straße, auf der 9 Autos in der Stunde fahren, liegt bei nur 20%. Diese Zahl macht deutlich wie wichtig die jährliche Amphibiensammlung ist.