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Baumschutzverordnung für Höchstadt

Der Sommer 2019 toppt die Hitze-Rekorde der letzten Jahre mit dem heißesten Tag seit Beginn der deutschen Wetteraufzeichnungen. In den Städten und Dörfern können Bäume für Abkühlung sorgen und die Hitze erträglicher machen, doch immer mehr dieser „natürlichen Klimaanlagen“ verschwinden aus dem Ortsbild. „Wir brauchen aber mehr statt weniger Bäume und fordern das auch von unseren Kommunen“, so die Position des BN. Denn Baumschutzverordnungen könnten Bäume retten.

Was haben wir davon?

Nicht nur an den heißesten Tagen profitieren die Menschen von Bäumen und Grünflächen. Studien belegen ihre positive gesundheitliche Wirkung u.a. bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Stress. Bäume verbessern die Luftqualität, indem sie Feinstaub binden. In der Hitze sind Bäume und innerstädtische Grünflächen als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwenig für die Bevölkerung, da sie durch Schatten und Transpiration ihre Umgebung aktiv abkühlen. Die hohe Wärmespeicherfähigkeit von Gebäuden und Straßen und der hohe Versiegelungsgrad in Städten führen zu Hitzestau. Bäume und Grünflächen können dabei Abhilfe schaffen. Orte mit Baumbestand sind um 3-4 Grad kühler als dicht bebaute Plätze ohne Grün und spielen für die Klimatisierung unseres Wohnumfeldes eine wichtige Rolle. Ein Laubbaum mit 15 m Kronendurchmesser beschattet eine Fläche von 160 m².

Erfahrung anderer Kommunen

   Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. hat eine umfangreiche Studie zur Verbreitung und Effektivität von Baumschutzverordnungen erstellt. Im Rahmen des Projektes "Neue Chance für alte Bäume" - gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds - fand eine umfangreiche und bundesweit einmalige Kommunalbefragung unter allen bayerischen Kommunen statt, um die Verbreitung, Ausgestaltung und Effektivität von Baumschutzverordnungen zu untersuchen.

Das Ergebnis: Bisher haben 94 der 2.056 bayerischen Kommunen eine Baumschutzverordnung erlassen. Über 80% dieser Kommunen bestätigen die Bedeutung für den Baumschutz. Die Gemeinden mit einer Baumschutzverordnung haben mehr Bäume, sind grüner und die Bäume sind durchschnittlich auch älter. Außerdem führen Baumschutzverordnungen zu mehr Rechtssicherheit unter den Einwohnern und machen die Bedeutung von Bäumen für jedermann besser erfassbar.
   Die Kommunen verfügen in Form von Baumschutzverordnungen über ein Instrument, das zum Schutz der Bäume beitragen kann. Insgesamt können Baumschutzverordnungen ein sinnvolles Instrument zum Schutz von Bäumen darstellen. Wir fordern daher die Einführung einer kommunaler Baumschutzverordnung auch in Höchstadt.
So sollten in stark verdichteten Zonen - der Wichtigkeit der Bäume für die Lebensqualität entsprechend - Baumfällungen nicht oder nur gegen Ausgleichszahlungen bzw. erhebliche Ersatzpflanzungen möglich sein.
   Ein alter, klimabedeutsamer und stadtbildprägender Baum ist keine Privatangelegenheit, denn neben den vielfältigen gesundheitlichen Wirkungen von Stadtbäumen haben sie auch einen enormen - und ganz nebenbei kostengünstigen - Effekt auf das Stadtklima.

Spricht etwas gegen eine Baumschutzverordnung?

Kritiker von Baumschutzverordnungen unterstellen häufig eine kontraproduktive Wirkung in zweierlei Hinsicht:
Erstens würden alte Bäume mit Schutzanspruch noch rasch gefällt, bevor die Verordnung eingeführt wird. Besteht die Verordnung bereits, würden Bäume zweitens aufgrund des Mindeststammumfangs vor dem "Hineinwachsen" in die Verordnung gefällt werden. Von denjenigen Kommunen, die zu der bayernweiten Umfrage des BN Einschätzungen abgeben konnten, antworteten auf die Frage nach ihren Erfahrungen, dass vor Rechtskraft der Einführung einer Baumschutzverordnung Bäume noch rasch gefällt würden: 73,9% mit "ist nicht oder selten passiert", 21,7% mit "ist einige Male passiert und 4,3% mit "ist häufig passiert".
    Die Befürchtung, Bäume hätten durch eine Baumschutzverordnung keine Chance mehr alt zu werden, lässt sich anhand dieser Zahlen nicht halten.

Wird bei Kontrollen festgestellt, dass die Ersatz-/Ausgleichsmaßnahmen nicht durchgeführt wurden, drohen lediglich in 68% der Kommunen Sanktionen - 32%, also fast ein Drittel, hat für diesen Fall keine Sanktionen vorgesehen. Von denjenigen Kommunen, in denen Sanktionen verhängt werden, werten wiederum 72% das Vergehen als Ordnungswidrigkeit und verhängen ein Bußgeld. Die übrigen 28% fordern den Eigentümer lediglich ein weiteres Mal auf, der Ausgleichsverpflichtung nachzukommen. Bei weniger als der Hälfte der Fälle (49%), bei denen eine Missachtung der Auflagen festgestellt wurde, haben die Eigentümer mit finanziellen Konsequenzen in Form eines Bußgeldes zu rechnen.

Schwächen in Baumschutzverordnungen

Gefragt nach den Schwächen ihrer Baumschutzverordnungen gaben 51,4% der Kommunen an, dass das Hauptproblem in der mangelnden Kontrolle und Durchsetzung liege. Die Baumschutzverordnung wäre nicht das Problem, vielmehr die unzureichende Personalsituation, die die Umsetzung erschwere. Der Aufwand für die Durchsetzung einer Baumschutzverordnung liegt laut der BN-Untersuchung in etwa bei einer Stunde pro Monat und 1.000 Einwohnern.

Um eine Baumschutzverordnung für Höchstadt wirksam werden zu lassen, sollte die Stadt Höchstadt noch aktiver bewerben.


Straßenbegleitgrün in Höchstadt erhalten

Unter "Straßenbegleitgrün" versteht man alles, was am Straßenrand so wächst: 
z.B.: Hecken, Bäume, Sträucher, Randbegleitgrün an Wohn- und Gewerbegebieten.

wir planen folgendes:
1. Fotoaktion mit akt. Fotos vom Straßenbegleitgrün in Höchstadt
2. Besichtigung von markanten Stellen aus der Fotoaktion
3. Pressegespräch


Waldwanderung rund um Fetzelhofen verschoben

Die im Januar 2021 ausgefallene Winterwanderung holen wir bei passender Gelegenheit nach.


06.01.2020 - Winterwanderung in Ailsbach

Schon seit vielen Jahren findet zu Drei König unsere Winterwanderung im Bereich des Kleinen Weisachtals statt. Die Führung übernahm wie bereits in den Jahren davor unser Kreisvorstandsmitglied und Förster Hartmut Strunz. Die Wanderung stand unter dem Thema: "Nadelbäume in Franken". Im Vergleich zu 2018 wurde erkennbar, dass besonders südlich gelegene Waldränder sehr unter der Trockenheit leiden. Manche Randbereiche wurden ausgelichtet, die Bäume gefällt, da sie stark gefährdet oder bereits abgestorben waren.

Die Wanderung ließen wir dann im Gasthaus Popp in Fetzelhofen bei Kaffee und Kuchen ausklingen.