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Amphibienschutz

Was machen wir da?

Amphibien wandern im zeitigen Frühjahr aus ihrem Winterquartier (meist Wald) zu ihren Brutstätten (Weihern).

Ca. 40 Ehrenamtliche, manchmal auch Schulkinder, sammeln von Ende Februar bis oft in den April die Amphibien aus den ebenerdig versenkten Eimern vor einem engmaschigen Kunststoffzaun, in den sie bei ihrer Wanderung entlang des Zauns fallen. Sie werden nach Arten gezählt und zu den Weihern auf der gegenüberliegenden Straßenseite entlassen. Jährlich werden so ca. 14.000 Amphibien alleine bei uns  gerettet. Nur zum Laichen wandern alle Amphibien bei den ersten warmen Frühlingstagen (oft beim ersten warmen Regen) fast gleichzeitig los. Auf dem Rückweg lassen sie sich dann mehr Zeit, und verteilen sich somit über einen größeren Zeitraum. Daher ist die Rückwanderung nicht so gefährlich wie die Wanderung zum Teich am Anfang des Jahres.

Weitere Informationen

Nachfolgend finden Sie unsere Daten über
- unsere Amphibienübergänge
- Bilder über die einzelnen Strecken und
- unsere aktuelle Statistik für 2021

Unsere Amphibienübergänge im Kreisgebiet

Eine Übersicht

StreckeStraßeLängeAnz SammlerAmhibien 2021
Niederndorf-ObermichelbachERH 25500 m8388
Mühlhausen-AlbachERH 34400 m1132
Ailersbach-BoxbrunnERH 27150 m425
Nankenhof-OberreichenbachERH 15200 m204485
Ailsbach-BuchfeldERH 22500 m161
Röttenbach-BaiersdorfERH 5200 m4239
Zeckern, KöhlerstraßeHemhofen100 m122
Großenseebach-UntermembachGroßenseebach50 m66
Niederlindach-HesselbergHeßdorf200 m3181
ZentbechhofenST2254300 m2275
Atzelsberg-RathsbergERH 7600 m115

Die Strecken

Niederndorf-Obermichelbach

Seit 2017 und verstärkt seit 2018 haben wir das Problem, dass der Weiher aufgrund der Trockenheit nicht mehr genug Wasser führt. Aktuell wird versucht, was möglich ist noch zu retten. Es besteht die Gefahr, dass die Population von ca. 1000 wandernden Amphibien mit den Jahren ausstirbt.

Da es in den letzten Jahren immer wieder zu Wasserproblemen des Laichgewässers in Niederndorf kam, wurde der Wasserstand des Zielweihers überwacht. 2020 war der Pegel zufriedenstellend (Anfangs 23 cm, Höchststand am 30.03. 40 cm, am 23.4. war der Pegel auf 31 cm gesunken). Der Teichwirt hat um Verkleinerung des Teiches angesucht, die Entscheidung vom Landratsamt steht noch aus. 60 Amphibien wurden außerhalb der Zaunabgrenzung eingesammelt. Trotz niedrigen Wasserstands konnten sich die Kaulquappen entwickeln. (Siehe Grafik Langzeitdaten seit 1993). Unter den gesammelten Amphibien waren auch 32 der gefährdeten Springfrösche (RL3).
Insgesamt wurden 1492 Amphibien gesammelt.

Mühlhausen-Albach

Übergang 2 sammelte zusätzlich 2 Zauneidechsen und hatte Probleme mit einer Gülleausbringung am 26.03. entlang der Zäune. Insgesamt wurden 132 Amphibien gesammelt.

Ailersbach-Boxbrunn

Übergang 3 hatte neben 4 Kammmolchen noch 3 Knoblauchkröten in ihrem Sammelergebnis. Beide Arten sind stark gefährdet (RL2). Insgesamt wurden 25 Amphibien gesammelt.

Nankenhof-Oberreichenbach

Die Situation an Übergang 4 über die letzten 20 Jahre wurde durch eine eigene Grafik veranschaulicht (Amphibiendaten seit 2000). Hier gab es einen gravierenden Einbruch bei den Kammmolchen. Der Rückgang der Molche zeigt scheinbar auch eine Periodizität auf. Seit Jahren gibt es dort eine hohe Rückwanderung von Amphibien, in erster Linie von Kröten, die lt. der Betreuerin auch noch lange nach der Sammlung nicht beendet ist. Viele Rückwanderer werden dabei zu Tode gefahren. Eine Lösung durch feste, lichte Durchgänge unter der Straße könnte hier sinnvoll sein.
Insgesamt wurden 4485 Amphibien gesammelt (inklusive Rückwanderer).

Ailsbach-Buchfeld

Insgesamt wurden 61 Amphibien gesammelt.

Röttendorf-Baiersdorf

Insgesamt wurden 239 Amphibien gesammelt.

Zeckern

Beim Übergang 7 gab es neben etlichen Teichfröschen, einen See- und Springfrosch (RL3), als auch einen Fadenmolch. Insgesamt wurden 22 Amphibien gesammelt.

Großenseebach-Untermembach

Übergang 8 konnte noch 2 der stark gefährdeten Knoblauchkröten (RL2) aufweisen. Insgesamt wurden 6 Amphibien gesammelt.

Niederlindach-Hesselberg

Insgesamt wurden 181 Amphibien gesammelt. Auch konnten noch 5 der stark gefährdeten Knoblauchkröten gesammelt werden.

Zentbechhofen

2020: Schneefall zum 28.02. hatte zur Folge, dass für den Übergang 10 die Zäune neu aufgestellt werden mussten. Insgesamt wurden 347 Amphibien (inklusive Rückwanderer) gesammelt.

2021: Es wurden keine Zäune aufgestellt. Gerade im Bereich des Waldes ist es damit absolut gefährlich die Tiere, teilweise von der Straße, einzusammeln.

2022: Das Staatliche Straßenbauamt stellt wieder Zäune auf, und wir hoffen, dass auch entsprechende Hinweisschilder aufgestellt werden.

Atzelsberg-Rathsberg

Übergang 11 hatte 2021 das geringste Wanderungsverhalten bei einer hohen Anzahl an Sammlern. Auch ist ein stetiger Rückgang seit 2018 zu verzeichnen. Ältere Daten liegen nicht vor. Insgesamt wurden 5 Amphibien gesammelt.

Amphibienstatistik in ERH

Die Ergebnisse für das Jahr 2021

Schlussendlich muss man feststellen, dass durch die letzten trockenen Jahre ein erheblicher Einbruch bei der Amphibienwanderung im Bereich unserer Kreisgruppe nach einem positiven Zuwachs in 2017 zu verzeichnen war.