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Zerstörte Blühwiese verhindert Bruterfolg

Mit Entsetzen mussten Mitglieder der Bund Naturschutz Ortsgruppe Adelsdorf letzte Woche feststellen, dass eine Vorzeige-Blühwiese mitten in Adelsdorf an der Bahnhofstraße zum Beginn der Hauptblühzeit auf fast Null-Niveau heruntergemäht wurde. „Ein ökologisch absoluter Unsinn“, stellt der Biologe Manfred Ludwig fest „zumal hiermit den nistenden Bienen in der im Frühjahr aufgestellten Nisthilfe (Insektenhotel) die Nahrungsgrundlage für die standortnahe Versorgung ihrer Brut entzogen wurde.“ Tatsächlich hat die Ortsgruppe gemeinsam mit der Gemeinde zwei Nisthilfen gebaut, die als Beispiel für wirksame Bruthilfen auch zur Demonstration erstellt wurden. „Wir wollten zeigen, dass es nicht Sinn sein kann, falsch gebaute Nisthilfen durch diverse Gruppen großflächig zu verteilen, die zwar den Spendern, nicht aber den Insekten nützen“ ergänzt Helmut König.

Problematisch sind in erster Linie die Brutröhren, gebohrt in die Stirnseite eines Weichholzes. „Dieses Holz bildet in kürzester Zeit Risse, wodurch es zu Parasiten- und Pilzbefall kommen kann. Die Ränder fransen gefährlich spleißend aus, wodurch die Netzaugen und Flügel der Insekten beschädigt werden“ erklärt Dr. Elke Puchtler. Hartholz ist hier immer zu bevorzugen, da es strukturbedingt nur unwesentlich auffasert. Aber auch die Ortsgruppe musste lernen: Das Holz muss gut abgelagert und trocken sein. „Eine bereits geplante Informationsveranstaltung für die Bevölkerung muss nun aufgrund fehlender Blühpflanzen abgesagt werden", stellt König abschließend fest. Der Gemeinde wurde ein Beschwerdeschreiben übergeben.

Mittlerweile fand ein Gespräch mit dem Bürgermeister statt. Der Bauhof hat nach Vorgabe eines Pflegeplans gearbeitet, der extern erstellt wurde. Dort liegt das eigentliche Problem, den Bauhofmitarbeitern trifft keine Schuld. Sie haben lediglich die vorgegebenen Anweisungen ausgeführt. Eine auf Umweltthemen zielgerichtete Kommunikation und Informationspolitik zwischen BN und Gemeinde wäre hilfreich. Ein Beispiel dazu ist die Umgestaltung des Grünseeareals.

Details aus 2021


Es kiebitzt wieder

Die ersten Kiebitze sind bereits Ende Februar in der Nähe der Weppersdorfer Weiher gesichtet worden. Nach einem kurzen Kälteeinbruch waren sie nicht mehr zu sehen. Mittlerweile aber zeigen sie ihre Flugkünste in unserem Gemeindegebiet.

Manfred und Helmut haben ddie Bodenmarkierungen in der Gemeinde wieder erneuert. Diesmal auch etliche neue im Reuthsee-Bereich, denn deren Bruterfolge im letzten Jahr waren die erfolgreichsten im Landkreis.

Während der Sprühaktion konnten beide die Aktivitäten am Reuthsee beobachten. Mindestens 5 Paare flogen balzend über das südlich gelegene Reuthsee-Areal.
Am kommenden Sonntag informieren wir unsere Bewohner in SeeSide über die Aktivitäten der hochgeschützten Vögel. Flyer wurden kurzfristig gedruckt und werden an die Besucher verteilt. Auf eine rege Beteiligung freuen wir uns.


Ehrung für Sabina König

Bayerische Kommunale Dankurkunde

Am Mittwoch, 8. September 2021 wurde Sabina König die Kommunale Dankurkunde von Bayern in der Heinrich-Lades-Halle in Erlangen überreicht.

Sabina ist langjähriges BN-Mitglied und leitete lange Jahre die Kindergruppe in der Ortsgruppe Adelsdorf mit Erna Krakhardt und Cilly Farlock. Als Wirtschafterin organisierte sie auch oft unsere öffentlichen Auftritte und in vielen Gemeinderatssitzungen vertrat sie auch vehement die Interessen des BN. Dafür gilt ihr unser herzlicher Dank.

Die Laudatio von Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister
Sabina König wurde 2002 in den Gemeinderat Adelsdorf gewählt. Seither bringt sie sich mit außerordentlichem Elan und großer Tatkraft in die örtliche Kommunalpolitik ein. Von 2014 bis 2020 war sie Fraktionssprecherin ihrer Partei, seit 2020 vertritt sie die Gemeinde Adelsdorf als dritte Bürgermeisterin nach außen. Es ist hr ein wichtiges Anliegen, die Entwicklung der Gemeinde zu fördern und den damit verbundenen Veränderungen und Herausforderungen zukunftsorientiert zu begegnen. Themen wie Klima- und Landschaftsschutz liegen ihr besonders am Herzen. Dabei ist ihr ein respektvolles Miteinander im Gemeinderat eine Selbstverständlichkeit.


Mehlschwalben in Seeside

Viele unserer neuen Mitbürger sind aufs Land gezogen, wohl auch wegen der unmittelbaren Nähe zur Natur. Aufgrund des vorhandenen Offenbodens in einem Neubaugebiet und der Nähe zum Reuthsee finden sich in hoher Zahl Schwalben ein, die dort optimale Brutmöglichkeiten finden. Wir bitten euch eindringlich, den Vögeln dies auch zu ermöglichen, da deren Nistmöglichkeiten immer mehr abnehmen. Außerdem fängt ein Schwalbenpaar ca. 12.000 Insekten, auch Steckmücken aus Weihern und Gräben in eurer Nähe.

Wir denken, viele wissen, dass die Zertörung der Nester und die Störung der hochgeschützten Vögel strafbar ist und geahndet wird. Kotbretter unterhalb der Nester beseitigen auf einfache Weise das Problem. Wir wollen hier eine kleine Hilfestellung geben und sind für Gespräche gerne bereit.

Ein Eldorado der Mehlschwalben

Überschlägig sind mindesten 47 Häuser betroffen. An 16 sind Nester vorhanden, 13 davon werden aktuell bebrütet. An 9 Häusern wurden die Nester entfernt, oder sind nicht mehr vorhanden, 4 Häuser behindern die Vögel am Nestbau.

Die Rechtslage

Das Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG sagt folgendes:
§ 39 Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere
(1) Es ist verboten,
[…]
3. Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu stören
§ 44 Besonderer Artenschutz
(1) Es ist verboten,
[…]
3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören
§ 69 / 71 Bußgeld- und Strafvorschriften
[…] Zuwiderhandlungen können mit einer Ordnungswidrigkeit bis zu 50.000 Euro oder als Freiheitsstrafe mit bis zu drei Jahren oder als Geldstrafe geahndet werden.

Einfache Abhilfe

Mit Kotbrettern, die unter die Nester montiert werden, läßt sich das Problem leicht beseitigen.

Kotbretter kann man direkt mittels eines Winkels an die Hauswand schrauben. Falls die Gefahr besteht, dass eventuell unterhalb des Brettes Schwalben auch dort noch Nester bauen könnten, sollte ein 2-3 cm breiter Abstand zur Hauswand gelassen werden. Eventuell kann auch eine Rückwand noch als Mauerschutz montiert werden. Es gibt viele Anleitungen im Internet. Der optimale Abstand zum Nest sollte etwa 70 cm betragen.

Viele Häuser in Seeside haben auch die Möglichkeit, dass nicht die Hauswand verletzt werden muss, sondern dass die Kotbretter über die überstehenden Dachbalken einfach und leicht abnehmbar angebracht werden können. Denn gereinigt werden müssen die Kotbretter jährlich (aber bitte  nicht zur Brutzeit!).

Einen möglichen Vorschlag zeigt unsere Skizze. Sinnvoll wäre die Herstellung und Realisierung als Gemeinschaftsaktion zu organisieren. Aufgrund der naheliegenden Weiher und der geologisch vorhandenen Letten sollten sie sich auf ein Leben mit den Schwalben einstellen.

Weitere Informationen finden sie unter:

https://brandenburg.nabu.de/imperia/md/content/mecklenburgvorpommern/projekteundaktionen/schwalbenschutz/schwalbenhilfe.pdf
https://niedersachsen.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogelarten/schwalben/15531.html
https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/schwalben/anleitung_kotbrett.pdf
http://gebaeudebrueter-erlangen.de/steckbrief-mehlschwalbe.html


BeeDabei

Ein Blick auf unsere AKTIONEN 2021 lohnt sich immer. Eine Aktion mit der Grundschule und den Kindergärten in Adelsdorf.


Stammtisch der Ortsgruppe Adelsdorf

Die Pandemie hat die Öffnungszeiten unserer Gastronomie verändert. Aus diesem Grund mussten wir unsere Stammtischtermine ändern.
Wir treffen uns in den Wintermonaten im Gasthof Scharold in Aisch, in den Sommermonaten im Hotel 3 Kronen. Aktuelle Themen werden in gemütlicher Atmosphäre besprochen. Alle Interessenten sind auf unseren Stammtischen herzlich Willkommen! Eine Mitgliedschaft im BN ist nicht notwendig. Wir wollen Informationen zum Natur- und Umweltschutz aus allen Bevölkerungsschichten erfahren.

Aktuell treffen uns jeden zweiten Mittwoch im Monat, um 19.30 Uhr. Auf Ihren Besuch freuen wir uns.

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